Boom bei generischen Top Level Domains bleibt aus (vorerst)

22. Januar 2015, 13:43
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Vor einem Jahr hat die Internet-Verwaltung ICANN in einem historischen Schritt den Weg für neue generische Adress-Endungen (nTLD) im Netz freigemacht.

Vor einem Jahr hat die Internet-Verwaltung ICANN in einem historischen Schritt den Weg für neue generische Adress-Endungen (nTLD) im Netz freigemacht. Der erwartete Run auf die neuen Top Level Domains blieb allerdings aus. Das belegt unter anderem eine repräsentative Studie, die der Berliner Domain-Anbieter Strato bei der deutschen Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (Forsa) in Auftrag gegeben hat. Demnach hat bislang nur knapp jeder zweite Internetnutzer von den neuen Domain-Endungen gehört.
Gut die Hälfte der Nutzer, die die neuen Endungen kennen, sehen einen Nutzen darin, ergab die Befragung unter 1'114 Internetnutzern im Alter von 18 bis 69 Jahren. 37 Prozent von ihnen finden dagegen die bisherigen Adress-Endungen völlig ausreichend.
Stetiger Anstieg
Mehr als 300'000 neue Top Level Domains sind demnach im vergangenen Jahr in Deutschland registriert worden. Dabei haben auch die traditionellen Endungen .de und .com zugelegt. Einen Verdrängungswettbewerb gab es dagegen bei den bisherigen Endungen .net, .info und .biz, auf die viele ausgewichen waren, wenn ihr Wunschname unter .de oder .com nicht mehr verfügbar war.
Deutschland ist bei den Registrierungen im europäischen Vergleich das führende Land nach Grossbritannien und Frankreich. Weltweit rangiert Deutschland bei den Registrierungen auf dem dritten Platz nach den USA und China. (sda/mim)

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