Borland wirft das Handtuch (teilweise)

8. Februar 2006, 17:05
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Borland will keine Entwicklertools mehr herstellen.

Borland war einst einer der bekanntesten Hersteller von Tools für Softwareentwickler, konnte aber in letzter Zeit nicht mehr mit Konkurrenten wie Microsoft mithalten. Dazu kam der zunehmende Druck aus der Open Source-Bewegung (Eclipse). Nun will das US-Unternehmen ganz aus dem Geschäft mit Entwicklungs-Tools und -Umgebungen aussteigen: Der Geschäftsbereich Integrated Development Environment (IDE), wo zum Beispiel das "Borland Developer Studio" (Delphi, C++Builder und C#Builder) und die "JBuilder"-Produktelinie entwickelt wurden, soll verkauft werden. Borland hat das Finanzberatungsunternehmen Bear, Stearns & Co damit beauftragt, einen Käufer zu finden.
Statt dem Geschäft mit Entwicklungsumgebungen will sich Borland nun ganz dem Geschäft mit "Application Lifecycle Management" (ALM)-Lösungen widmen, Lösungen, welche die Verwaltung, Strukturierung und Abwicklung von Softwareentwicklungsprojekten in Unternehmen erleichtern sollen. Borland möchte sich in diesem Markt, der gemäss Borland ein kräftiges Wachstum aufweist, profilieren und eine Führungeposition erobern.
Zu diesem Zweck wird Borland auch gleich ein weiteres ALM-Unternehmen übernehmen, das in Massachusetts stationierte Softwarehaus Segue Software. Dieses stellt Lösungen zur Qualitätssicherung und zum Testen von Software her. Borland wird, wenn die Segue-Aktionäre zustimmen, etwa 100 Millionen Dollar für die Übernahme bezahlen. (hjm)

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