Breitbandausbau: HFC-Kabelnetze bleiben noch lange eine Option

3. November 2010, 15:27
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sieber&partners präzisiert Graphik zu umstrittener Studie.

sieber&partners präzisiert Graphik zu umstrittener Studie.
Das Beratungsunternehmen sieber&partners, das Mitte Oktober mit einer Studie zum Schweizer Breitbandmarkt eine kleine Kontroverse auslöste, ist über die Bücher gegangen und hat die Studie nun präzisiert. In der ersten Fassung war man zum Schluss gekommen, dass die HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber in 11 bis 16 Jahren mit Glasfasernetzen abgelöst sein müssten, um weiterhin konkurrenzfähige Angebote liefern zu können.
Der Branchenverband der Schweizer Kabelnetzunternehmen Swisscable kritisierte diese Ergebnisse damals. In der alten Graphik wurde die Leistungsgrenze der Hybrid-Fibre-Coax-Netze nämlich mit 400 Mbit/s pro Sekunde angegeben. Allerdings handelt es sich dabei bloss um die heute bekannte Leistungsgrenze des Übertragungsstandards DOCSIS 3.0 und nicht von HFC an sich. Die HFC-Leistungsgrenze ist weit höher: HFC-Netze bestehen zum grössten Teil aus Glasfasern, nur die letzten paar hundert Meter von den Netzknoten bis ins Haus bestehen aus koaxialen Kupferkabeln, welche aber viel leistungsfähiger sind als etwa Telefonleitungen. In der neuen Graphik (siehe oben) lautet die Bezeichnung nun "Leistungsgrenze DOCSIS3.0 (HFC)".
sieber&partners schreibt in der heutigen Pressemitteilung, die Konsequenz aus dieser Präzisierung sei, dass die HFC-Netze länger eine Option bleiben könnten, als 90 Prozent der Studienteilnehmer annehmen. Dies aber nur – so schränkt sieber&partners ein – wenn die Kabelnetzunternehmen eine entsprechende Modernisierung vornähmen. (Maurizio Minetti)

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