Breitbandmarkt Schweiz noch einmal kräftig gewachsen

2. Februar 2009, 16:06
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Obwohl die Zahl der Breitbandanschlüsse verglichen mit der Schweizer Bevölkerung bereits recht hoch liegt, ist sie im letzten Jahr gemäss der Studie "Broadband Switzerland" von Arthur D.

Obwohl die Zahl der Breitbandanschlüsse verglichen mit der Schweizer Bevölkerung bereits recht hoch liegt, ist sie im letzten Jahr gemäss der Studie "Broadband Switzerland" von Arthur D. Little noch einmal kräftig, um etwa 20 Prozent auf 2,9 Millionen Anschlüsse, gewachsen. Damit verfügen nun bereits drei Viertel der Haushalte über einen Breitbandzugang ins Internet. Die Zahl der Kunden stieg weniger stark, um 9 Prozent auf 2,5 Millionen.
61 Prozent der Anschlüsse sind gemäss Arthur D. Little Festnetzanschlüsse über das Telefonkabel – 60 Prozent sind von der Swisscom betriebene Anschlüsse, erst 1 Prozent ist entbündelt. Der Ex-Monopolist Swisscom erfreut sich damit weiterhin eines riesigen Marktanteils im Vergleich mit seinen Pendants in den Nachbarländern: Die Deutsche Telekom muss sich mit 49 Prozent, Telekom Austria mit 32 Prozent zufrieden geben.
Weitere 26 Prozent der Internet-Anschlüsse entfallen auf TV-Kabel und mittlerweile 13 Prozent auf "Mobiles Breitband". (Zu dieser Klasse zählt Arthur D. Little Anschlüsse über mobile Datenkarten oder USB-Sticks usw., nicht aber Datenoptionen für Handys). Die Zahl dieser Anschlüsse wuchs auch in der Schweiz im Vergleich zu den anderen Anschlussarten überdurchschnittlich stark. Hierzulande werden sie aber vor allem als mobiler Zweitanschluss genutzt, während sie in anderen Ländern, zum Beispiel Österreich, viel stärker auch als Ersatz für Festnetzanschlüsse dienen. Unter anderem aufgrund des hohen Versorgungsgrads mit Festnetzbreitband und der hohen Bandbreitebedürfnisse der hiesigen Bevölkerung dürfte sich dies, glaubt Arthur D. Little, auch in nächster Zeit nicht wesentlich ändern.
Markttrend FTTH
Zu den wichtigsten Markttrends des letzten Jahres gehört gemäss Arthur D. Little der Start der Erschliessung von Haushalten und Kleinunternehmen über Glasfasern (Fiber-to-the-Home, FTTH).
Swisscom, so die Marktbeobachter, versucht dabei einen Infrastrukturwettbewerb auf der untersten technologischen Schicht zu führen. Dazu bietet Swisscom eine Zusammenarbeit zur Verlegung von mehradrigen Glasfasern auf der letzten Meile an, wobei interessierte Parteien einzelne Fasern kaufen könnten. Andere Betreiber und einige Elektrizitätswerke (etwa das Zürcher) dagegen wollen lieber nur eine Faser verlegen, auf der dann die verschiedenen Provider einen "Dienstewettbewerb" führen sollen.
Eine landesweit einheitliche Lösung für FTTH, glaubt Arthur D. Little, zeichne sich gegenwärtig nicht ab und es sei wahrscheinlich, dass mittelfristig eine heterogene Situation entsteht, wobei je nach Stadt unterschiedliche Modelle umgesetzt werden. (hjm)

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