Breite Allianz will Schweizer IT-Berufsbildung voranbringen

10. Juli 2009, 15:12
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Anwenderfirmen wie UBS, CS, Post und Migros sind dabei. Ebenso Anbieter wie Microsoft, Google, HP, IBM, SAP und Swisscom. Und auch das BBT. Ziel: Bis 2015 eine institutionalisierte Informatik-Berufsbildung sicherstellen.

Anwenderfirmen wie UBS, CS, Post und Migros sind dabei. Ebenso Anbieter wie Microsoft, Google, HP, IBM, SAP und Swisscom. Und auch das BBT. Ziel: Bis 2015 eine institutionalisierte Informatik-Berufsbildung sicherstellen.
Eine ganze Reihe von Informatik-Unternehmen und Anwenderfirmen haben sich zusammengeschlossen, um die Informatik-Berufsbildung in der Schweiz voranzubringen. Ziel ist es, dem aktuellen und – wenn sich nichts ändert – zukünftigen Mangel an gut ausgebildeten Informatik-Fachkräften entgegenzuwirken.
Alle machen mit
Das Projekt "IT-Berufsbildung 2015" wurde vom "Swiss IT Leadership Forum" lanciert. Das Forum ist eine seit 13 Jahren bestehende Vereinigung von IT-Anwender-Firmen und Verwaltungen, darunter viele namhafte Firmen wie UBS, Credit Suisse, Raiffeisen, Post, Helsana oder Migros. Auch einige IT-Anbieter sind dabei. Haupttätigkeit des Forums ist die Durchführung einer Tagung, die jedes Jahr in der Nähe von Nizza stattfindet.
Die Realisation des Projekts erfolgt auch mit der Unterstützung namhafter Hersteller. Mit dabei sind bis dato die im "Swiss IT Council" zusammen-geschlossenen Firmen sowie weitere IT-Dienstleister. Der "Swiss IT Council" ist eine lockere Vereinigung von IT-Anbietern unter der Führung von Microsoft-Schweiz-Chef Peter Waser. Zum "Council" gehören zudem Accenture, IBM, BT, CSC, Siemens, NCR, Cisco, Swisscom, HP, Unisys, Google, Sun/Oracle und SAP.
Das Projekt wird darüber hinaus vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) unterstützt. Der Schweizer IT-Dachverband ICTSwitzerland wird durch Ruedi Noser, der auch im Vorstand des "Swiss IT Leadership Forum" ist, ebenfalls vertreten. Projektleiter ist Rainer Huber, Alt-Regierungsrat und ehemaliger Vorsteher des Departements für Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau.
Ende 2014 soll Projekt zu Ende sein
Das Projekt "IT-Berufsbildung 2015" bezweckt die Sicherstellung einer nachhaltigen und ganzheitlichen IT-Berufsbildung in der Schweiz und damit die bessere Qualifizierung der Informatik-Fachkräfte für den Arbeitsmarkt. Ziel der "Selbsthilfemassnahme" ist die nachhaltige Professionalisierung der Informatik-Berufsbildung in der Schweiz. So sollen die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, damit möglichst vielen Jugendlichen und Quereinsteigern eine attraktive Lehre mit anschliessender anerkannter beruflicher Weiterbildung im Informatikbereich angeboten werden kann.
Eine erste konkrete Aufgabe wird Rainer Huber in Angriff nehmen. Er soll im zweiten Halbjahr 2009 die Absolventenzahlen entsprechend dem Bedarf der Schweizer Wirtschaft und Verwaltung ab 2015 schätzen und validieren. Gleichzeitig wird er das Hauptprojekt planen, welches nach der Zustimmung durch das BBT ab 2010 umgesetzt werden soll. Ob die definitive Trägerschaft von einer bereits bestehenden Organisation oder einem Verband übernommen wird, ist noch offen.
Ab 2010 soll das Projekt – wie es in einer Mitteilung heisst - "zielstrebig umgesetzt werden". Ende 2014 soll das Projekt abgeschlossen und in der Schweiz bis dann eine institutionalisierte Informatik-Berufsbildung sicherstellt sein, welche der "hohen Innovations- und Veränderungsdynamik der IT genügt". Bis dahin sollen die Berufsbilder sowie Lerninhalte den aktuellen Erfordernissen angepasst und die Voraussetzung geschaffen sein, dass spätestens ab 2015 genügend qualifizierte IT-Berufsleute für die Industrie und die Verwaltung in der Schweiz zur Verfügung stehen. (Maurizio Minetti)

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