Bremsspuren im Smartphone-Markt

27. Mai 2015, 06:56
  • workplace
  • idc
  • smartphone
  • android
  • ios
  • apple
image

Wachstum im Smartphone-Markt wird laut Marktforscher langsamer.

Wachstum im Smartphone-Markt wird laut Marktforscher langsamer.
Das einst explosive Wachstum der Smartphone-Verkäufe flacht nach Angaben von Marktforschern merklich ab. So rechnen die Analysten von IDC für dieses Jahr mit einem Absatzplus von 11,3 Prozent auf rund 1,45 Milliarden Geräte.
Im vergangenen Jahr hatte es noch einen Zuwachs von über 27 Prozent gegeben. Zu dem Trend trage unter anderem eine Sättigung im weltgrössten Smartphone-Markt China bei, erklärte IDC in der Nacht zum Mittwoch. Dort dürften die Verkäufe in diesem Jahr nur um 2,5 Prozent wachsen.
Das werde auch das Absatzwachstum bei Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android bremsen. IDC prognostiziert mit 8,5 Prozent ein Plus unter Marktdurchschnitt. Android werde 2015 jedoch immer noch auf einen Marktanteil von über 79 Prozent kommen.
Apple sehen die Marktforscher bei 16,4 Prozent. Da der Konzern jedoch ausschliesslich hochpreisige iPhones verkauft, sichert er sich seit Jahren einen Grossteil der Profite in der Branche. Zum Jahr 2019 sieht IDC Android weiterhin bei einem Marktanteil von 79 Prozent und Apple bei 14,2 Prozent.
Als dritte Kraft werde Microsofts Windows von aktuell 3,2 auf 5,4 Prozent zulegen. Der jährliche Smartphone-Absatz werde bis dahin auf 1,93 Milliarden Geräte steigen, schätzen die Marktforscher.
Indonesien und Indien sorgen für Wachstum
Der zweite grosse IT-Marktforscher Gartner ging für 2015 in seiner Prognose zu Jahresbeginn von einem Plus von einem Fünftel auf 1,5 Milliarden Smartphones aus. Derzeit werde an einer Aktualisierung gearbeitet, sagte der zuständige Analyst Anshul Gupta am Mittwoch.
Für das erste Quartal jedenfalls errechnete Gartner einen Absatzzuwachs von 19,3 Prozent auf 336 Millionen verkaufte Smartphones. Märkte wie Indonesien oder Indien hätten das Wachstum angetrieben und würden auch in nächster Zeit das Geschäft befeuern, sagte Gupta.
Zugleich gäbe es selbst in Märkten wie China einen Trend zu teureren Geräten, erklärte der Gartner-Analyst. Der Grund seien Ersatzkäufe für bestehende einfache Smartphones. Auf dieser Welle wurde Apple mit seinem iPhone im ersten Quartal überraschend zum grössten Anbieter im chinesischen Markt. (sda/mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Test: iPhone 14 Pro

Statt das Produktionstempo zu erhöhen, schraubt Apple seine Verkaufsziele herunter. Dass die Nachfrage geringer ausfällt als erhofft, erstaunt nicht, wie der Test des neuen iPhone 14 Pro zeigt.

publiziert am 28.9.2022
image

Red Hat lässt Angestellten volle Homeoffice-Freiheit

Angestellte der IBM-Tochter dürfen auch in Zukunft ohne Einschränkungen zu Hause arbeiten.

publiziert am 14.9.2022
image

Watch und iPhone: Apple geht in die Nische

Weil es immer schwieriger wird, das Handy und die Smartwatch neu zu erfinden, baut Apple Nischenfunktionen in die Geräte ein.

publiziert am 8.9.2022
image

Der PC-Markt wird laut IDC weiter schrumpfen

Die Analysten erwarten für 2022 wie auch für 2023 rückläufige PC- und Tablet-Verkäufe.

publiziert am 5.9.2022