Bringt Google Pay bald Support für Kryptowährungen?

20. Januar 2022, 12:29
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Nachdem Google seine Bankenpläne begraben hat, will es stattdessen seinen Bezahldienst ausbauen. Dafür kommt ein Ex-Paypal-Manager.

Google Plex hiess das Schreckgespenst der Bankenwelt. Doch im Oktober vergangenen Jahres hat das Unternehmen seine Pläne, Bankkonten bei Finanzpartnern anzubieten, begraben. Oder zumindest auf Eis gelegt: "Wir sind keine Bank und wir wollten nie eine Bank ein", zitiert 'Bloomberg' Bill Ready, Leiter Commerce und Bezahldienste bei Google.
Stattdessen will der Konzern jetzt auf seinen Bezahldienst namens Google Pay setzen, der punkto Marktanteile von Konkurrent Apple Pay und hierzulande auch von Twint abgehängt wurde. Um das zu ändern, hat Ready, Paypals ehemaliger COO, mit Arnold Goldberg einen Ex-Kollegen verpflichtet. Dessen Aufgabe ist es, die Funktionspalette des Diensts zu erweitern.

Kryptowährungen sind für Google "relevant"

Google Pay soll sich demnach zu einer virtuellen Geldbörse für Flugtickets, Eintrittskarten und Impfzertifikate weiterentwickeln, wie Ready ausführte. Funktionen, die Apples Wallet schon längst bietet. Darüber hinaus sei Google Partnerschaften mit Kryptobörsen wie Coinbase oder BitPay eingegangen, schreibt 'Bloomberg'. Laut Ready sollen weitere Börsen hinzukommen. "Kryptowährungen sind für uns relevant", sagte der Manager.
Aktuell unterstützt Google Pay noch keine Zahlungen mit Kryptowährungen. Wie genau diese künftig in Google Pay integriert werden, ist völlig offen. Es werde wohl weniger um das Bezahlen bei Unternehmen und auch nicht der Verwaltung persönlicher Finanzen gehen, sondern mehr um private Transaktionen sowie die Verwaltung zahlreicher Wallets, spekuliert der 'Google Watch Blog'.
Google Pay ist seit Frühling 2019 auch in der Schweiz verfügbar. Voraussetzung zur Nutzung ist ein Android-Smartphone sowie eine hinterlegte Kreditkarte von Visa oder Mastercard. Diverse Kreditkarten-Herausgeber unterstützen den Dienst hierzulande.

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