Bringt Oracle eigenes Linux?

16. Oktober 2006, 15:02
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Katherine Egbert, eine auf Software-Firmen spezialisierte Analysten der Firma Jefferies & Co.

Katherine Egbert, eine auf Software-Firmen spezialisierte Analysten der Firma Jefferies & Co., hat mit einer kurzen Notiz einen gröberen Taucher des Aktienkurses von Red Hat ausgelöst. Frau Egbert schrieb am Freitag, sie habe Informationen, wonach Oracle "bald in den Linux-Markt eintreten". Und zwar werde der US Softwarekonzern nächste Woche, an der Hausmesse 'Oracle Open World' ein Bündel von eigener Software sowie das darunter Ubuntu Linux als darunter liegendes Betriebssystem lancieren. Entweder grad als vorgepackte Maschine, eine so genannte Appliance, oder als reines Software-Produkt.
Ein solches Bündel aus Linux + Datenbank + Middleware wäre für kleinere und mittelgrosse Unternehmen (nach US Massstäben) geeignet, die ihre Infrastruktur auf Oracle-Technologie standardisieren wollen.
Frau Egberts Prognose hat den Aktienkurs von Red Hat, dem in den USA führenden Linux-Distributor gleich signifikant abstürzen lassen. Die Analystin scheint gut informiert zu sein, hat sie doch beispielsweise auch den Kauf von ISS durch IBM zum Voraus gewusst. (hc)

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