Briten kritisieren Microsofts Schullizenzen

12. Januar 2007, 16:01
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Zu kompliziert, Ausstiegskosten zu hoch. Microsoft verspricht Besserung

Zu kompliziert, Ausstiegskosten zu hoch. Microsoft verspricht Besserung
Die britische Behörde BECTA (British Educational Communications and Technology Agency), die für die Förderung des Einsatzes von modernen Kommunikations- und Informatik-Mittel in Schulen verantwortlich ist, hat eine ausführliche aber noch provisorische Studie über Microsoft-Lizenzen in Schulen veröffentlicht. Die Untersuchung basiert auf der Befragung von 400 Schulen und Gymnasiun in Grossbritannien.
Becta hat eine Reihe von Kritiken an Microsoft. Eine der wichtigsten ist, dass die "Academic" Microsoft-Lizenzmodelle zu kompliziert seien. Viele Schulen verstünden die verschiedenen Modelle nicht und würden deshalb zu teure Lizenzen wählen. Weiter monieren die Spezialisten von Becta, die hohen Ausstiegskosten, die bei Software-"Abos" (insbesonders die "Enterprise Agreements") anfallen können. Den meisten Schulen, die sich für solche Lizenzmodelle entschieden hatten, war nicht klar, dass es recht teuer werden kann, die "Software-Abos" nicht zu verlängern. Dann ist nämlich der Kauf der Software (z.B. Windows oder Office) fällig.
Bei Microsoft scheint man die Sache sehr ernst zu nehmen, was nicht erstaunt. Der Einsatz der Software aus Redmond in Schulen ist für Microsoft zentral, denn damit erhält man ein gewichtiges Verkaufsargument gegenüber Firmen und Privaten. Steve Besnick, bei Microsoft UK für das Schulgeschäft verantwortlich, sagte gegenüber 'Computer Business Review' man sei im Dialog mit BECTA und werde deren Empfehlungen ernst nehmen. Microsoft habe bereits einige Änderungen an den kritisierten Punkten vorgenommen. (Christoph Hugenschmidt)

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