Britische Polizei löscht mehr Daten als gedacht

18. Januar 2021, 16:29
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Wegen eines menschlichen Fehlers sollen nicht nur 150'000, sondern 400'000 Datensätze der Polizei gelöscht worden sein. Unwiderbringlich?

Eine "IT-Panne" hat bei der britischen Polizei dazu geführt, dass Festnahmeprotokolle gelöscht wurden. Dazu gehören auch DNA-Spuren und Fingerabdrücke im nationalen Polizei-Computer PNC.
Die Verluste haben zu Befürchtungen geführt, dass Übereinstimmungen zwischen Tatortspuren und möglichen Tätern gelöscht wurden. Zudem löste die Löschaktion ein Visa-Antrags-Chaos aus.
Initial ging man in England von 150'000 gelöschten Datensätzen aus, nun sollen es wesentlich mehr sein, nämlich über 400'000, meldet 'The Guardian'. "Im PNC wurden circa 213'000 Deliktsdatensätze, 175'000 Verhaftungsdatensätze und 15'000 Personendatensätze möglicherweise irrtümlich gelöscht", hiess es in einer polizeiinternen Mitteilung.
Hinzu kämen 26'000 DNA-Daten sowie 30'000 Fingerabdrücke, die nicht mehr vorhanden sind, so die Zeitung.
"Die Engineers des Innenministeriums arbeiten weiter daran, Daten wiederherzustellen, die durch menschliches Versagen während eines Routine-Vorgangs Anfang verloren gegangen sind", meldeten die Behörden.
Technische Informationen zu einem allfälligen Backup oder wie man die Daten-Recovery konkret durchführe, beantworteten die Behörden den Medien wie 'The Register' bis anhin nicht.

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