Brocade will virtuelle Server "mobilisieren"

5. Mai 2011, 09:12
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Der Netzwerkausrüster wirft 16-GB-SAN-Switches, 100-GB-Ethernet-Module und IPv6-fähige Core-, Metro- und Edge-Router in den Virtualisierungs-Ring. Brocades "CloudPlex" soll es erlauben, virtuelle Maschinen auch zwischen verschiedenen Rechenzentren zu verschieben.

Der Netzwerkausrüster wirft 16-GB-SAN-Switches, 100-GB-Ethernet-Module und IPv6-fähige Core-, Metro- und Edge-Router in den Virtualisierungs-Ring. Brocades "CloudPlex" soll es erlauben, virtuelle Maschinen auch zwischen verschiedenen Rechenzentren zu verschieben.
Der US-Netzwerk- und SAN-Switch-Hersteller Brocade hat gestern an einer Kundenveranstaltung im kalifornischen San Jose eine ganze Lawine von neuen Produkten vorgestellt. Wir haben uns zwar die Reise in die USA erspart, doch nahm sich Brocade-Schweiz-Chef Philippe Bernard netterweise die Zeit, die wichtigsten Neuerungen persönlich zu erklären.
So wie Brocade nach der Übernahme 2007 die SAN-Switches von McData in die eigenen Produktelinien integriert habe, so wolle man heute auch die Highend-Netzwerk-Switches von Foundry in eine gemeinsame Plattform mit den eigenen Produkten einbringen, erläuterte Bernard. Und zwar sollen die Netzwerk- und SAN-Switches mit der gleichen Software, dem "Brocade Network Advisor" verwaltet werden können. Im Gegensatz zu Software anderer Anbieter lasse sich Brocades Lösung in die "grossen" Management-Software-Pakete von IBM, HP oder BMC integrieren. Es gehe Brocade eben immer darum, die Investitonen der Kunden zu schützen, sagt Bernard in eigener Sache.
16-GB-SAN-Switches, 100-GB-Ethernet-Switches
Brocade will im Stammmarkt der Switches für Speicher-Netzwerke (SANs), wo man ja auch OEMs wie IBM, HP oder EMC beliefert, mit 16-GB-Technologie punkten. So stellte man gestern zwei neue Chassis vor, die bis zu 384 16-GB-Ports beherbergen können, einen 16-GB-Switch, der wesentlich weniger Strom konsumiert, sowie 16-GB-Fibre-Channel-Adapter für Server. Letztere sollen bis bis zu einer Million Input-Output-Operationen pro Sekunde für Fibre Channel, Fibre Channel über Ethernet und iSCSI ermöglichen.
Im Markt für Ethernet-Switches und Router, wo man seit der Übernahme von Foundry mitspielt, hat Brocade im Januar die ersten Teile ausgeliefert, die als "Fabric Ethernet" vermarktet werden. Insbesondere Service-Provider (Telekommunikationsfirmen, ISPs) und Grossfirmen sollen überzeugt werden, ob sie nun eigene virtualisierte Umgebungen ("Private Cloud"), öffentliche Cloud-Infrastrukturen ("Public Cloud") oder gemischte Strukturen betreiben. Die Geräte des Anbieters hätten die tiefsten Kosten pro transportiertem Bit, einen sehr tiefen Stromverbrauch, böten eine Plattform für alle möglichen Netzwerke und - das ist vielleicht das wichtigste Argument - binde den Kunden nicht an einen einzigen Anbieter, hiess es San Jose.
Ebenfalls an die Adresse von Dienstleistern gerichtet ist der Launch von Routern, die sowohl IPv4- wie auch IPv6-Verkehr lenken können. Sie sollen es den Netzwerkern erlauben, so genannte Metro Cloud Services zu entwickeln.
Schlagwort "CloudPlex"
Brocade will künftig den Kunden mit einer "CloudPlex" genannten Architektur ermöglichen, IT-Ressourcen hin zu einem "Virtual Enterprise" umzubauen. Wie Bernard erklärte, soll es vor allem möglich werden, virtuelle Server und auf diesen laufende Programme zwischen verschiedenen Rechenzentren zu transportieren
und nicht nur innerhalb eines physischen Systems.
Teil von "CloudPlex" soll unter anderem ein Framework werden, mit dem man Cloud-Umgebungen mit Komponenten verschiedener Hersteller aufbauen und verwalten kann. Dazu unterstützt der Hersteller das OpenStack-Projekt von Rackspace und der Nasa ebenso wie das OpenFlow Netzwerk-Protokoll. (Christoph Hugenschmidt)
(Foto oben: (c) by Brocade. In den Chassis der DCX 8510 Backbones kann man maximal 384 16-GB Fibre Channel Ports platzieren.)

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