Brother und die papierlose dritte Dimension

14. Mai 2014, 15:21
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    Brother beobachtet den Markt für 3D-Drucker und sagt: Das papierlose Büro kommt nicht.

    Brother beobachtet den Markt für 3D-Drucker und sagt: Das papierlose Büro kommt nicht.
    Die Schweiz ist besser im Recycling als Deutschland oder Österreich, zumindest was Tinten- und Tonerkartuschen angeht. Dies ist eines der Ergebnisse der jährlichen Printerumfrage von Brother, die heute an einer Pressekonferenz in Zürich vorgestellt wurde. Auch heuer gab es keine Revolution des Druckverhaltens. Manche drucken mehr, andere weniger. Laut Brother lässt sich kein Trend zu papierlosen Büros feststellen, erklärt die Druckerfirma anhand der Grafik.
    Befragt wurden für die Umfrage etwa 6200 Personen. Davon sind etwa sieben Prozent Händler und 21 Prozent IT-Beauftragte. Der Rest sind Private.
    Drucken in grün
    Schwerpunkt der Umfrage war die Umwelt. Die Käufer und Händler wurden explizit zu Stromverbrauch und anderen grünen Attributen von Drucker und Druckerzubehör befragt.
    Es findet sich eine leichte Diskrepanz zwischen dem, was die Kunden denken und dem, was die Händler wissen. So geben knapp 80 Prozent der Kunden an, sich über den Strombedarf des Geräts zu informieren. 54 Prozent der Befragten meinen, sie hätten bereits ein Gerät aufgrund des hohen Strombedarfs ausgewechselt. Händler hingegen spüren dieses Öko-Verhalten bei Kunden nicht. Am Wichtigsten, geben sie an, ist der Preis pro gedruckte Seite. Erst acht Kriterien später findet sich Energiebedarf und Umweltfreundlichkeit.
    Was gebrauchte Kartuschen angeht, ist die Schweiz wie erwähnt vorne. Nur 33 Prozent enden hierzulande im Hausmüll, verglichen mit Deutschland (50 Prozent) und Österreich (48 Prozent).
    Big Brother und der 3D-Drucker
    Obwohl die Position des Druckers im Büro für die Zukunft gesichert scheint, erklärt Oliver Jendro von Brother: "Wir machen nicht nur Drucker." Tatsächlich stellt das Unternehmen auch Näh- und Werkzeugmaschinen her. Sowie Karaoke-Maschinen und Software.
    Auf den Trend von 3D-Druckern angesprochen, ist Brother ein wenig verwirrt. Sie betonen, es handle sich um einen Hype. Und: "3D-Drucken ist nicht wirklich drucken. Es hat eher mit Werkzeugherstellung zu tun." Dann die Kehrtwende: "Werkzeugmaschinen sind ein Teil von Brother", also blicke man gespannt auf den Trend. Zum Schluss einigen sich die Brother-Vertreter auf die vor Potential berstende Aussage: "Wir beobachten den Markt." (Colin Simon)

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