Brugg will die ICT-Infrastruktur modernisieren

20. Februar 2020, 13:13
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Im Rahmen ihrer IT-Strategie plant die Stadt Ausgaben von 900'000 Franken für die Backend-Infrastruktur. Vollständig auslagern will man diese nicht mehr.

Im Dezember 2019 verabschiedete der Stadtrat von Brugg im Kanton Aargau seine "ICT-Strategie 2020-2024". Diese sieht verschiedene strategische Massnahmen vor: So sollen eine elektronische Baubewilligung (E-Bau) und E-Invoicing eingeführt werden. Für die interne und externe Kommunikation sollen digitale Kanäle genutzt werden, auch Verwaltungsabläufe sollen zunehmend elektronisch abgewickelt werden. Teil der Strategie ist auch der Bereich "ICT-Infrastruktur".
Hier beantragt der Brugger Stadtrat dem Einwohnerrat nun eine einmalige Investition von 903'000 Franken und jährlich wiederkehrende Mietkosten von 43'000 Franken. Die Kosten gliedern sich in die Bereiche bauliche Massnahmen, Hardware, Software und Dienstleistungen. Der grösste Anteil ist mit 427'000 Franken für die Erneuerung von Storage, Backup und Visualisierung vorgesehen, gefolgt von 200'000 Franken für die Erneuerung des Serverraums "Kornhaus".
Der bereits bestehende Serverraum "Kornhaus" könne weiterhin genutzt werden, schreibt der Stadtrat in seinem Antrag. "Die Sanierung macht aus wirtschaftlichen Gründen Sinn. Es führen sämtliche Standortverbindungen zu diesem Serverraum." Eine ursprünglich geprüfte komplette Auslagerung der ICT-Backend-lnfrastruktur sei deshalb wieder verworfen worden. Hingegen soll der zweite Serverraum "Alte Post" – "im Prinzip ein umgebauter 'Abstellraum' und schon seit Jahren zu klein" (Stadtrat) – ausgelagert werden. Hierfür sollen Racks in einem kommerziell betriebenen Rechenzentrum angemietet werden.
"Die Kombination eines eigenen Serverraums mit Komponenten in gemieteten Racks ist aktuell die beste, rechtzeitig zu realisierende Lösung", schreibt der Stadtrat. Am 6. März entscheidet der Brugger Einwohnerrat über die beiden Beiträge.

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