Brutaler Einbruch im Schweizer PC-Geschäft

26. Juli 2006, 09:09
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HP, Apple und Fujitsu-Siemens halten sich gut, Dell und Acer verlieren massiv Marktanteile

HP, Apple und Fujitsu-Siemens halten sich gut, Dell und Acer verlieren massiv Marktanteile
Der PC-Markt in der Schweiz ist im zweiten Quartal brutal eingebrochen. In Stückzahlen schrumpfte der Markt gemäss den neuesten, noch vorläufigen Zahlen von IDC um volle 13,6 Prozent, wertmässig dürfte dies angesichts des Preiszerfalls mindestens ein Minus von mindestens einem Fünftel (!) ausmachen. Selbst der bisher immer wachsende Absatz von Notebooks ist mit einem Minus von 6 % (in Stückzahlen) signifikant eingebrochen.
Die Gründe für diesen - für PC-Händler, Distributoren und Hersteller äusserst schmerzhaften - Einbruch sind schnell aufgezählt: Die Kunden warten auf die neue Version von Microsofts Betriebssystem Windows und werden dies noch bis nächstes Frühjahr tun. Sie warten aber auch auf einen Preissturz, den die Preissenkungen von Intel und AMD in diesem Sommer auslösen und auf die neuen, besseren Generationen der CPUs.
Dell verliert Marktanteile, Lenovo nur noch Nr. 6
Hewlett-Packard konnte seine Position als grösster PC-Hersteller in der Schweiz sichern und führt nun mit einem Marktanteil von über 25 % unangefochten vor Dell und Acer. Letztere verloren massiv Umsatz und Marktanteile: Dells PC/Notebook-Absatz schrumpfte in Stückzahlen um 20 Prozent, Acers gar um 35 % (!).
Marktanteile gewonnen haben Apple (nun Nr. 4), Fujitsu Siemens (5.). Lenovo ist nun nur noch der sechstgrösste PC/Notebook-Hersteller in der Schweiz, während Toshiba seinen Absatz (ausschliesslich Notebooks) glatt verdoppelte.
Heimanwender streiken
Besonders brutal fiel der Einbruch im Geschäft mit Heim-PCs aus, wo der Absatz im zweiten Quartal um über einen Viertel zurück ging. Einzig Hewlett-Packard konnte in diesem Segment, wo die Marktanteile stark schwanken, seinen Absatz um 30 % steigern. Insgesamt gingen gemäss IDC im zweiten Quartal nur 46'000 Heim-PCs über die Ladentisch. (Christoph Hugenschmidt)

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