BSA: Ganz, ganz viele Raubkopien in der Schweiz

12. Mai 2011, 06:04
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Eine Software-Piraterie-Studie kommt zu widersprüchlichen Ergebnissen: Zwar finden 69 Prozent der Schweizer Urheberrecht wichtig, gleichzeitig wurde hierzulande soviel Software geklaut, wie nie zuvor, nämlich 26 Prozent.

Eine Software-Piraterie-Studie kommt zu widersprüchlichen Ergebnissen: Zwar finden 69 Prozent der Schweizer Urheberrecht wichtig, gleichzeitig wurde hierzulande soviel Software geklaut, wie nie zuvor, nämlich 26 Prozent.
Eine Umfrage bei Schweizer Unternehmen und Privatpersonen im Auftrag der Business Software Alliance (BSA), laut Selbstbezeichnung das "weltweite Sprachrohr der Softwarebranche", hat für die Produzenten Erfreuliches, wenn auch nicht unbedingt Erstaunliches zu Tage gefördert: So stimmten 65 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass Entwickler für ihre Arbeit bezahlt werden sollten.
54 Prozent geben zudem an, dass geschützte Urheberrechte die heimische Wirtschaft fördern würden, 51 Prozent sind auch der Meinung, dass sie Arbeitsplätze schafften. Das verkündetet BSA heute in einer Mitteilung. Gleichzeitig wurden in der Schweiz im vergangenen Jahr Programme im Wert von rund 398 Millionen Franken raubkopiert, was 26 Prozent aller installierten Programme entsprechen soll. Das sei so viel wie nie zuvor, so die BSA.
Allerdings steht es aus Sicht der Produzenten um die Schweiz nicht so schlimm, wie um andere Länder: In Frankreich sollen 39 Prozent aller Software raubkopiert sein, in Russland 65 Prozent und in China gar 78 Prozent. (pk)

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