Bündner "newsystem" kostet 3,75 Millionen

12. September 2011, 15:56
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Fritz & Macziol als Generalunternehmer, IT&Ts newsystem public für Finanzbereich, Sorecos Xpert.HRM für Personalwesen.

Fritz & Macziol als Generalunternehmer, IT&Ts newsystem public für Finanzbereich, Sorecos Xpert.HRM für Personalwesen.
Der Kanton Graubünden hat dem Systemintegrator Fritz & Macziol als Generalunternehmen den Zuschlag für die Lieferung und Einführung eines neuen ERP-Systems für die Bereiche Finanz und Personal erteilt. Fritz & Macziol hat die im Januar lancierte Auschreibung mit einer Offerte in der Höhe von 3,75 Millionen Franken gewonnen.
Fritz & Macziol verwendet dabei für den Finanzbereich die Lösung "newsystem public" seiner Schwesterfirma IT&T. Sowohl die Rotkreuzer IT&T als auch die Schweizer Niederlassung von Fritz & Macziol gehören über deutschen Mutterfirmen dem holländischen Imtech-Konzern. Für den Personalbereich ist der Schwerzenbacher Softwarehersteller Soreco mit seinem Produkt "Xpert.HRM" mit an Bord.
Wie Fernando Caduff vom Amt für Informatik des Kantons Graubünden auf anfrage mitteilte, soll im Rahmen des Projekts im Finanzbereich eine in den 90er-Jahren eingeführte Lösung ("Carat") des St. Galler Unternehmens Heimer abgelöst werden. Im Personalwesen steht bisher eine Eigenentwicklung mit noch ehrwürdigeren Wurzeln im Einsatz: Die Software wurde in den 70er-Jahren geschrieben und Mitte der 90er erneuert. "Jetzt beginnt aber erst die Arbeit", so Caduff. Das Amt für Informatik und Fritz & Macziol haben mit
der Ausarbeitung des Detailkonzepts begonnen, die Einführung des neuen Systems ist auf den 1. Januar 2013 geplant.
Weiterer Kanton für den Newcomer (und Microsoft)
Für "newsystem public", hierzulande ein relativer Newcomer auf dem Markt für ERP-Software im öffentlichen Bereich, ist dies ein wichtiger weiterer Kundengewinn. Dominiert wird der Markt, auf dem mit teilweise harten Bandagen gekämpft wird, mehrheitlich von den Platzhirschen Abacus (NEST) und Ruf Informatik.
Die auf Microsoft Navision basierende und spezifisch auf öffentliche Verwaltungen abzielende Lösung "newsystem public" wird bisher von den Kantonen Zug, Ob- und Nidwalden und Appenzell Ausserrhoden sowie in Gemeinden der Kantone Luzern und Schaffhausen eingesetzt. Dass sich der Verein SSGI (Schweizerische Städte- und Gemeindeinformatik), zugunsten von "newsystem public" ausgesprochen hat einigen Staub aufgewirbelt. (Hans Jörg Maron)

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