Bürgerliche kritisieren erfolglos die Schul-IT-Beschaffung in Uster

13. November 2018, 12:23
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In Uster wurde ein von der Primarschulpflege gewünschter Kredit für die Beschaffung neuer IT-Geräte vom Parlament heftig kritisiert.

In Uster wurde ein von der Primarschulpflege gewünschter Kredit für die Beschaffung neuer IT-Geräte vom Parlament heftig kritisiert. Zur Diskussion stand ein Rahmenkredit von rund 1,26 Millionen Franken für 1332 Devices für den Medien- und Informatikunterricht. Ausserdem sei es um zusätzliche Kosten von 566'000 Franken bis ins Jahr 2021 für Unterhalt und Ersatzbeschaffung gegangen, schreibt der 'Zürcher Oberländer'.
Die bürgerlichen Parteien hätten allerdings erfolglos sowohl die Höhe des Kredits wie die breite Streuung der Geräte kritisiert, heisst es in dem Bericht. Demnach seien Anschaffungskosten von 920 Franken pro Notebook von der FDP als zu hoch eingeschätzt worden. Die Partei fragte, ob die Primarschule richtig beraten worden sei, wenn sie Notebooks anschaffen will.
Nicht nur seien Tablets wie etwa iPads mit Schutzabdeckung schon für 350 Franken zu haben, sondern sie seien auch kleiner. Achtjährige Kinder hinter einem 15-Zoll-Notebook würden hinter den Geräten gleichsam unsichtbar gemacht. Zudem würden die möglichen Kosteneinsparungen erlauben, jedem und nicht wie vorgesehen jedem zweiten Schüler der Mittelstufe ein Gerät zu kaufen.
Bei der SVP-EDU-Fraktion forderte man, für den Kindergarten keine zusätzlichen Geräte anzuschaffen und verwies dazu auf Bill Gates, der seinen Kindern ein Smartphone erst als 14-Jährige gestattete. Laut dem Artikel wurde zudem die Halbierung der vorgesehenen Geräte für Schüler bis zur sechsten Klasse gefordert, damit die Schulen zunächst einmal Erfahrungen mit der neuen IT-Ausrüstung sammeln können. Eine sofortige Vollausrüstung sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll, hiess es bei der SVP.
Am Ende konnte sich weder SVP noch FDP durchsetzen. Der Rahmenkredit wurde mit 20 Ja- zu 12 Nein-Stimmen angenommen. (vri)

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