Bund beschafft x86-Server

29. April 2020, 11:15
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In einer grossen Ausschreibung sucht das BBL zwei Anbieter, um den bundesweiten Bedarf an x86-Serversystemen bis 2030 zu decken.

Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) sucht in einer Ausschreibung zwei Anbieter von x86-Servern. Dabei sollen über zehn Jahre rund 20'000 x86-Serversysteme verschiedener Ausprägungen geliefert werden, wie aus der Ausschreibung hervorgeht. Die Vertragslaufzeit dauert von Anfang 2021 bis Ende 2030 und umfasst zwei Lifecycle-Zyklen. Hinzu kommen weitere Dienstleistungen wie Transport, Unterstützung bei der Hardware-Installation und Support.
Abgeschlossen wird laut Publikation auf Simap ein Rahmenvertrag. Die Zuschläge werden optional vergeben und es gebe keine Abnahmegarantie, betont das BBL.
Hauptabnehmer sind die jeweiligen IT-Dienstleister der Bundesverwaltung. Dabei handelt es sich um das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) sowie die IT-Dienstleister des Polizeidepartements (ISC-EJPD), der Armee (FUB), des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (ISCeco) und  jenem für auswärtige Angelegenheiten (IT-EDA).

Zwei Hersteller gesucht

Die Bundesverwaltung verfolgt eine Zwei-Produkte-Strategie, geht weiter aus der Ausschreibung hervor. Der Zuschlag soll somit an zwei verschiedene Hersteller beziehungsweise Herstellerprodukte mit den wirtschaftlich günstigsten Angeboten gehen. Dies heisst konkret: der erste Zuschlag geht an den erstplatzierten Anbieter. Der zweite an den bestplatzierten Anbieter mit einem anderen Herstellerprodukt.
2014 ging der Zuschlag für die Lieferung von bis zu 3280 x86-Servern und Support bis Ende 2019 an HP und Bechtle. Welcher Server-Hersteller bei Bechtle zum Zug kam, war damals nicht bekannt. Die Zuschläge beliefen sich auf knapp 29 Millionen Franken (HP) und 27 Millionen Franken (Bechtle). Auch damals betonte das BBL, dass es sich um optionale Leistungen handle und es für die Zuschlagsempfänger keine Mindestabnahmemenge gebe. Zu einer Folgevergabe an HPE und Bechtle kam es im Mai 2019. Die Zuschläge über 10 Millionen Franken an HPE und 6,4 Millionen Franken an Bechtle dienten gemäss der Publikation zur Überbrückung des Bedarfs. 

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