Bund entwickelt Geodaten-Version für Smartphones

24. Februar 2011, 16:24
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Top-Entwickler erweitern das OpenLayers-Framework für Smartphone-Browser an einem Code-Sprint in Lausanne.

Top-Entwickler erweitern das OpenLayers-Framework für Smartphone-Browser an einem Code-Sprint in Lausanne.
Mobile Geräte, also Smartphones, Tablet-PCs wie Apples iPad und Lesegeräte für digitale Bücher lösen stationäre PCs und klobige Notebooks ab. Dass die Smartphones Internet-Zugang haben, nützt aber oft nichts, weil die für PC-Bildschirme und Interfaces (Maus, Tastatur) optimierten Darstellungen auf den kleinen Bildschirm nur sehr schlecht konsumierbar sind und man mit einem Smartphone kaum auf einer "normalen" Webseite navigieren kann. Deshalb müssen Anbieter von Web-Informationen eine Smartphone-Version, wie etwa inside-it mobile entwickeln.
Genau dies macht nun der Bund zusammen mit vielen Sponsoren für sein äusserst beliebtes Geoportal, das heute gemäss Landestopo von bis zu 10'000 Nutzern pro Tag besucht wird. Und zwar sponsoren der Bund, andere Behörden wie etwa die Stadt Uster, diverse Kantone, die EPFL, das Luxemburger Geoportal aber auch Firmen wie Swisscom oder Nokia die Weiterentwicklung des Open-Source-Frameworks OpenLayers. Mit diesem Framework kann man Geo-Dienste wie eben geo.admin.ch für die Browser von mobilen Geräten anpassen. Es geht insbesondere auch um die Anpassung an die Navigation mittels Fingerbewegungen auf Touchscreens oder Geräte-Bewegungen, wie uns Projektleiter David Oesch erklärte.
Ein Mannjahr an fünf Arbeitstagen
Um die Weiterentwicklung des Framework rasch vorwärts zu bringen, hat swisstopo einen so genannten Code Sprint organisiert, der noch bis morgen Freitag an der ETH Lausanne über die Bühne geht. Man habe die 16 besten OpenLayers-Entwickler eingeladen, so Oesch. Wie der Projektleiter sagt, ist der Bedarf nach Geoinformationslösungen für mobile Geräte, und zwar nicht für gerätegebundene Apps, sondern für die Browser, gross. Deshalb sei es sehr einfach gewesen, die Sponsoren zu finden.
Der Code Sprint, an dem auch noch Zusätze für die Einbindung von Java-Bibliotheken entwickelt werden sollen, dauert noch bis morgen. Am Samstag gehen die fleissigen Entwickler dann Skifahren. Sie haben, so Oesch, in fünf Tagen etwa die Leistung erbracht, die normalerweise einem Programmierer-Mannjahr entspricht. (Christoph Hugenschmidt)
(Screenshot, verkleinert. Mit freundlicher Erlaubnis von Cédric Moullet, swisstopo).

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