Bund gibt Datensicherheit gute Noten

26. Mai 2021, 13:30
  • e-government
  • regierung
  • datenschutz
  • big data
  • schweiz
image

Die Schweiz stehe in Sachen Datenbearbeitung und Datensicherheit im Vergleich mit den EU-Staaten "relativ gut" da.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung den Bericht des Instituts für Geistiges Eigentum (IGE) "Zugang zu Sachdaten in der Privatwirtschaft" zur Kenntnis genommen. Im August 2018 empfahl eine vom Eidgenössisches Finanzdepartement eingesetzte Expertengruppe zu prüfen, welche Mittel den Zugang zu Sachdaten in der Privatwirtschaft erleichtern. Das IGE hatte diese Aufgabe übernommen – in Zusammenarbeit mit externen Spezialisten und anderen Bundesstellen.
Der nun vorgelegte Bericht (PDF) zeige, dass die Schweiz in diesem Bereich im Vergleich mit den EU-Staaten relativ gut abschneide, so eine Mitteilung des Bundesrates. Das entspreche auch der Ansicht der Privatwirtschaft, die in einer Umfrage befand, dass sich der Sachdatenmarkt in der Schweiz ansprechend entwickle. Der bestehende rechtliche Rahmen würde diesen Prozess erleichtern. Auch wenn der Bericht keine bedeutenden Hindernisse beim Zugang feststellt, könnten gewisse Massnahmen die Datennutzung durch Unternehmen erleichtern.
Die Konzepte Open Data und Shared Data seien solche vielversprechenden Ansätze. "Sie setzen auf eine freiwillige Teilnahme und entsprechen damit einer auf Eigenverantwortung setzenden Wirtschaftsauffassung", schreibt der Bundesrat. Solche vertrauenswürdigen Datenräume seien Gegenstand einer separaten Analyse, die bis Ende 2021 erwartet wird.
Um den Zugang zu Sachdaten zu vereinfachen, hat das IGE zusammen mit Fachleuten eine erste Reihe von Musterverträgen erstellt. Diese Dokumente sind auf der Webseite des IGE kostenlos verfügbar. Das IGE würde mit der Privatwirtschaft und Bundesstellen weiterhin an ergänzenden Unterstützungsmassnahmen arbeiten, insbesondere in Form von Musterverträgen, Übersichtsdokumenten zur rechtlichen Situation rund um das Thema Daten, Kontrolllisten, Leitfäden für die Vertragserstellung oder Best Practices.

Loading

Mehr zum Thema

image

Justitia 4.0: Anwälte können Portokosten sparen

Nächstes Jahr startet die Entwicklung von Justitia 4.0. Im Interview erläutert Gesamtprojektleiter Jacques Bühler, wie er Anwälte überzeugen will, warum die Post auf Millionen verzichten muss und weshalb das Mitmachen der Kantone freiwillig ist.

publiziert am 23.9.2022
image

Wegen Daten-Spionage: Sammelklage gegen Meta

In einer Klageschrift gegen Meta heisst es, Apps von Instagram und Facebook würden Daten mittels eines JavaScript-Code auf Websites einspeisen.

publiziert am 23.9.2022
image

Die Steuerverwaltung zentralisiert ihre Online-Dienste

Alle E-Services der ESTV werden ab November über das ePortal des Finanzdepartements zugänglich. Zudem sollen dort neue Services angeboten werden.

publiziert am 23.9.2022
image

Podcast: Eh, eh, eh... EPD, E-Impfbüechli und E-ID

Ein neuer Anlauf mit dem digitalen Impfbüechli steht bevor. Und auch beim EPD solls endlich vorwärtsgehen. Aber kommt das gut? Darüber reden wir in der aktuellen Podcast-Folge und sagen, was das alles mit der E-ID zu tun hat.

publiziert am 23.9.2022