Bund kämpft um schweiz.ch, suisse.ch und svizzera.ch

23. Februar 2006, 09:06
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Eine Privatperson hält die drei Adressen, die dem Bund so nah am Herzen liegen.

Eine Privatperson hält die drei Adressen, die dem Bund so nah am Herzen liegen.
Die Bundeskanzlei hat gestern bei der UNO-Schlichtungsbehörde WIPO (World Intellectual Property Organization) ein Gesuch eingereicht, um die Übertragung der drei Websites schweiz.ch, suisse.ch und svizzera.ch zu bewirken. Die drei Sites werden, wie die Bundeskanzlei schreibt, gemäss Switch von einer Privatperson betrieben. Darauf werden allerlei verschiedene Informationen zum Bund angeboten aber auch T-Shirts, MMS-Bilder und Email-Adressen.
Die Bundeskanzlei halte am "Recht der Schweizerischen Eidgenossenschaft auf ihre Domain-Namen" fest, schreibt heute die Bundeskanzlei. Die drei Domains sollen auf den Bund übertragen werden. Die Bundeskanzlei habe schon mehrfach erfolglos versucht, den Halter freiwillig zu einer Übertragung auf die Schweizerische Eidgenossenschaft zu bewegen. Diese in Zürich domizilierte Person denkt aber offensichtlich nicht daran, seine Sites abzugeben.
So wie es aussieht, hat jedoch die Schweizerische Eidgenossenschaft erst spät entdeckt, dass die drei Domain-Namen "als nationales Einstiegsportal von zentraler Bedeutung" sind. Sonst hätte sie sich früher darum bemüht, die Adressen zu reservieren. Wie Thomas Sägesser, Leiter Rechtsdienst bei der Bundeskanzlei, gegenüber inside-it.ch sagt, habe sich die Bundeskanzlei "insgesamt" seit sechs Jahren bemüht, intensiv aber erst seit einem Jahr. schweiz.ch und suisse.ch wurden aber bereits Ende 1995 registriert, svizzera.ch Anfang 1996. Trotzdem sind die Erfolgsaussichten der Eidgenossenschaft als gut einzustufen.
Erst vor zehn Tagen hatte die WIPO gemeldet, dass die Schweiz zu den Ländern gehört, in denen am häufigsten über den rechtmässigen Besitz von Internetadressen gestritten wird. (Maurizio Minetti)

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