Bund: Rückschlag für IT-Personalverleiher

20. August 2015, 08:15
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Der Bundesrat stellt Regeln zum Einsatz von externem Personal in der Bundesverwaltung auf.

Der Bundesrat stellt Regeln zum Einsatz von externem Personal in der Bundesverwaltung auf. Er erfüllt damit eine Forderung der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats - zumindest teilweise. Die GPK hatte in einem Bericht von letztem Oktober festgestellt, dass der Beizug von externem Personal undurchsichtig und in vielen Fällen auch unangemessen ist. Nicht einmal die genaue Zahl der externen Mitarbeitenden konnte ermittelt werden. Dabei beliefen sich die Kosten 2012 auf nicht weniger als 137 Millionen Franken, wobei der grösste Teil auf den Informatikbereich entfiel. Die GPK verlangte daraufhin mehr Transparenz. Zudem müssten die Kosten für externes Personal ab 2016 im Voranschlag und in der Staatsrechnung als Personalaufwand ausgewiesen werden. Dieser Forderung will der Bundesrat nachkommen, allerdings erst ab 2017, wie es in einer Mitteilung heisst.
Zudem darf gemäss der am Mittwoch beschlossenen Weisung ein so genannter Personalverleihvertrag nur dann abgeschlossen werden, wenn die Personalressourcen intern nicht vorhanden sind, sie nicht rechtzeitig rekrutiert werden können oder wenn das Fachwissen nur extern beschafft werden kann. Zudem sind solche Verträge grundsätzlich auf zwei Jahre zu befristen. Mit diesen Massnahmen soll dem unangemessenen Einsatz externer Mitarbeitender ein Riegel geschoben werden. Der Bundesrat hat jedoch nicht alle Empfehlungen der GPK erfüllt. Insbesondere die Forderung nach einer expliziten Rechtsgrundlage lehnte er ab. (sda/mik)

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