Bund vergibt den Betrieb der Core-IT der Steuerverwaltung

7. Dezember 2020, 12:21
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Der Zuschlag für mehrere Millionen Franken geht an den bisherigen Betreiber Best Practice Consulting und enthält auch die Wartung der SAP-Komponente PSCD.

In der Ausschreibung hatte der Bund einen Anbieter gesucht, der den Betrieb der Core-IT der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) und die Wartung und Weiterentwicklung der SAP-Komponente PSCD über die nächsten zehn Jahre sicherstellt.
Mit dem Programm "Fiscal-IT" sei eine amtsweite Unternehmensarchitektur aufgebaut, die Systemlandschaft der ESTV standardisiert und harmonisiert worden, hiess es zur Ausschreibung. Elemente des Programms seien auch der Aufbau eines zentralen Partnermanagements, basierend auf SAP-GP und die Einführung der SAP-Komponente PSCD. Das Programm "Fiscal-IT" sei erfolgreich abgeschlossen, nun werde ein Betreiber für die daraus resultierende Systemlandschaft "Core-IT" gesucht.
Der zukünftige Leistungserbringer werde ausschliesslich im SAP -Cluster tätig sein, hiess es weiter. Das Cluster beinhalte folgende Systeme und Schnittstellen:
  • PASy (Partnermanagementsystem)
  • UFIX (Schnittstelle UID Register, ZEFIX)
  • KUBUS (Kundenbuchsystem)
  • INKA (Betreibungswesen)
Bis Ende 2020 seien die ausgeschriebenen Leistungen (Entwicklung, Betrieb, Wartung und Support, Beratung sowie Pikettleistungen) durch die Firma Deloitte Schweiz, respektive deren Subunternehmer Best Practice Consulting (bpc) erbracht worden.
Den Zuschlag erhielt nun wiederum Best Practice Consulting mit Hauptsitz im deutschen Münster und einer Niederlassung in Regensdorf (ZH). Das Angebot habe hinsichtlich der Erfüllung der qualitativen Anforderungen überzeugt, heisst es in der Begründung. Der Anbieter sowie dessen Personal verfüge über grosse Erfahrung in der Pflege und Entwicklung von SAP-Systemen im Finanz- und Buchhaltungsbereich. Der Preis entspreche den marktüblichen Ansätzen.
Der Zuschlag beinhaltet einen Grundauftrag über 2,45 Millionen Franken sowie Optionen über knapp 13 Millionen Franken. Die ersten vier Vertragsjahre wurden als Grundauftrag sowie als Option für weitere Leistungen vergeben. Danach besteht die Möglichkeit, die Vertragslaufzeit um jeweils 2 Jahre über maximal 6 Jahre zu verlängern.

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