Bund: Wechsel auf S/4HANA ist "viel mehr als ein Release-Wechsel"

26. September 2018, 13:31
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2023 will der Bund das neue SAP-System in Betrieb nehmen. Schon jetzt sind intensive Vorarbeiten im Gange.

"Der Schritt hin zu SAP S/4HANA ist viel mehr als ein Releasewechsel", zitiert der 'Eisbrecher' Thomas Jost, Leiter Engineering & Transition im BIT und für das Thema SAP verantwortlich. Als Vizedirektor des BIT ist er verantwortlich für das Thema SAP. Etwa müsse im Programm SUPERB23 entschieden werden, welche Daten im schnellen Arbeitsspeicher gehalten werden. Denn die Menge an Daten beeinflusse die Kosten. Gleichzeitig sei das Projekt Gelegenheit, die historisch gewachsene SAP-Landschaft zu vereinfachen. Dabei sei es auch erklärtes Ziel, Eigenentwicklungen wenn immer möglich durch Standardlösungen zu ersetzen. Dies solle auch künftige Software-Releases vereinfachen.
240 Fachanwendungen sind in der Bundesverwaltung im Einsatz, die Funktionalitäten von SAP nutzen oder Schnittstellen zu SAP haben. Der Wechsel zu S/4HANA bedinge Anpassungen an diesen Anwendungen. In den letzen Monaten sei das BIT auf die Verantwortlichen zugegangen, um mit ihnen den Aufwand der nötigen Anpassungen zu ermitteln. 100 interne SAP-Spezialisten arbeiten gemäss 'Eisbrecher' im BIT an den Anpassungen der Fachanwendungen mit SAP-Schnittstellen und an der neuen SAP-Infrastruktur.
Die Strategie ERP-IKT 2023 sieht es unter anderem vor, dass bis 2023 die SAP-Systeme erneuert sind. Im Projekt SUPERB23 erfolgt der Aufbau und die Migration der SAP-Systeme für die Prozesse der zivilen Bundesverwaltung. Parallel dazu läuft im VBS das Projekt ERPSYSVAR für die Konsolidierung und Migration der SAP-Systeme in diesem Departement. Beide ERP-Projekte werden als sogenannte IKT-Schlüsselprojekte geführt und werden somit regelmässig vom ISB und von der Eidgenössischen Finanzkontrolle geprüft. (kjo)

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