Bund will eigenes mobiles Datennetz für Blaulichtorganisationen

21. November 2014, 12:28
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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) will ein eigenes mobiles Datennetz für die Blaulichtorganisationen in der Schweiz.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) will ein eigenes mobiles Datennetz für die Blaulichtorganisationen in der Schweiz. Das bisherige eigene Funknetz Polycom sei für Sprechfunk ideal, sagte der BABS-Infrastrukturverantwortliche, Peter Wüthrich, am Freitag vor den Medien in Zürich. Aber Daten liessen sich nur sehr beschränkt mit dem Polycom-Funknetz übertragen. Es gebe heute schon Städte und Kantone, die ein Datennetz für die Blaulichtorganisationen wie beispielsweise Polizei oder Feuerwehr wollten.
Wenn man das nicht koordiniere, baue jeder Kanton sein eigenes Datennetz, sagte Wüthrich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'sda'. Man habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich die verschiedenen Möglichkeiten anschaue. "Bis nächstes Jahr sollten wir wissen, was wir wollen", sagte Wüthrich. Es stelle sich die Frage, ob für die Blaulichtorganisationen ein eigenes Mobilfunknetz auf Basis der vierten Mobilfunkgeneration LTE gebaut werde oder ob und in welchem Ausmass die bestehenden Mobilfunknetze von Swisscom, Sunrise und Orange mitgenutzt werden könnten.
Je nach Lösung fallen die Kosten unterschiedlich aus. Der Netzwerkausrüster Ericsson schätzte den Preis für so ein Netz zwischen einem sehr tiefen und einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag, wie Ericsson-Schweiz-Chef Martin Bürki sagte. Bis so ein Datennetz in Betrieb genommen werde, dürfte es aber noch zehn Jahre dauern angesichts der langsamen Verfahren im föderalistischen System der Schweiz, sagte Wüthrich.
Der Aufbau des heutigen Polycom-Funknetzes habe auch 15 Jahre gedauert. Das Polycom-Funknetz selber dürfte noch eine Lebensdauer bis 2030 haben, schätzte Wüthrich. (sda/mim)

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