Bund will Steuer-Millionenprojekt neu ausschreiben

30. August 2007, 12:50
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Zuschlag an Unisys aufgehoben - Beschwerdefrist läuft.

Zuschlag an Unisys aufgehoben - Beschwerdefrist läuft.
Das Bundesamt für Bauten und Logistik hat gemäss einer Mitteilung im Handelsamtsblatt von gestern den Zuschlag für das IT-Projekt "Insieme" bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) nun offiziell aufgehoben. Unisys Schweiz erhielt den Zuschlag ursprünglich im März 2006 nach einer Ausschreibung nach WTO-Regeln. Dass ein Verfahren auf Widerruf des Zuschlages eingeleitet wurde, ist seit Anfang August bekannt.
Nun läuft eine Frist von 20 Tagen, in der beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen diesen Entscheid eingereicht werden können. Wie der 'NetzwocheTicker' aufgrund der Aussagen einer "gut informierten Quelle" berichtet, wolle Unisys dies auch tun. Unisys selbst konnten wir bisher für einen Kommentar nicht erreichen.
In der Begründung im Handelsamtsblatt steht der etwas kryptische Satz, dass in den 16 Monaten seit dem Zuschlag kein alle vorgesehenen Leistungsbestandteile umfassender Beschaffungsvertrag habe abgeschlossen werden können, der "die Sicherheitsinteressen des Bundes angemessen berücksichtigt" hätte. Darüber, was mit dem Ausdruck "Sicherheitsinteressen" genau gemeint ist, konnte uns der für das Programm Insieme bei der ESTV zuständige Koordinator Ueli Burkhard aufgrund des noch laufenden Verfahrens keine genauere Auskunft geben.
Wenn die Aufhebung des Zuschlags bestätigt wird, so Burkhard, ist die Neuausschreibung des Projektes für den kommenden Frühling geplant. Da seit der ursprünglichen Ausschreibung im April 2005 mehr als zwei Jahre ins Land gegangen sind, haben sich inzwischen allerdings auch die Anforderungen sowie die auf dem Markt verfügbaren Lösungsmöglichkeiten verändert. Die von einem Anbieter geforderten Leistungen sollen daher nach Rücksprache mit
der Fachabteilung neu definiert werden. (hjm)

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