"Bundes-Cloud" geht ab Juli mit ersten Services an den Start

26. Mai 2016, 07:40
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Aus "Cumulus" ist "Atlantica" geworden.

Der im letzten Jahr noch unter dem Namen "Cumulus" gestartete Bau einer Cloud-Infrastruktur für das Bundesamt für Informatik (BIT) hat die ersten Hürden genommen. Die inzwischen in "Atlantica" umbenannte Cloud "ist bereits in Betrieb und wird zurzeit BIT-intern zum Etablieren der Prozesse in der Praxis und für interne Migrationsvorhaben verwendet", schreibt BIT-Pressesprechrin Sonja Uhlmann-Haenni in einer E-Mail an inside-it.ch. Das BIT werde die ersten Leistungen im Self-Service-Modus ab Anfang Juli zur Verfügung stellen, ergänzt Uhlmann-Haenni. Die Verzögerung des Projektes, die Cloud sollte ursprünglich schon Ende 2015 in Betrieb genommen werden, begründet die BIT-Sprecherin nur knapp mit "Verzögerungen im Rahmen der Umsetzung", so dass "eine erfolgreiche Teilabnahme der Plattform erst vor Kurzem stattfinden konnte".
Erst 8 von 50 Millionen Franken ausgegeben
Bekanntlich ist im letzten Jahr der prestigeträchtige Auftrag über knapp 60 Millionen Franken an die heutige HPE (Hewlett Packard Enterprise) gegangen. Ausgegeben wurden bis jetzt erst etwa acht Millionen Franken. Den Rest des Geldes wird man für Wartung und Support und den zu erwartenden Ausbau der Cloud brauchen, so Uhlmann-Haenni. Immerhin betreibt das BIT heute auf der bisherigen Infrastruktur über 5000 virtuelle Server.
"Atlantica" wird physisch an zwei Standorten gebaut und kann mit der jetzigen Grösse rund zwei mal 800 virtuelle Server liefern.
Als erstes werde das BIT nun seinen Kunden aus der Bundesverwaltung virtuelle Server mit Microsoft Windows 2012 und Linux SLES 12 aus der Bundes-Wolke anbieten: "Mit diesen beiden Marktleistungen werden wir erste Erfahrungen mit der Cloud sammeln und dann – in Abstimmung mit den Bedürfnissen unserer Kunden – weitere Marktleistungen planen", führt Uhlmann-Haenni aus. Beim BIT selber werde man in einer ersten Phase mit der Portierung bestehender Fachanwendungen beginnen, die "wir bereits heute für unsere Kunden betreiben". Denn die Cloud-Plattform solle "auch als Ablösung der heutigen Virtualisierungs-Plattform dienen", wie die BIT-Sprecherin anfügt. Betreffen werden diese Portierungen faktisch eine Vielzahl von Bundesämtern, so die Sprecherin weiter. (vri)

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