Bundesanwaltschaft kann russische Spione strafrechtlich verfolgen

23. Oktober 2018, 15:38
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In der Spionageaffäre mit Russland hat der Bundesrat die Bundesanwaltschaft ermächtigt, ein Strafverfahren wegen Verdachts auf politischen Nachrichtendienst zu führen.

In der Spionageaffäre mit Russland hat der Bundesrat die Bundesanwaltschaft ermächtigt, ein Strafverfahren wegen Verdachts auf politischen Nachrichtendienst zu führen. Im Visier stehen zwei Spione, die das Labor Spiez auskundschaften wollten.
Die niederländischen Behörden hatten am 4. Oktober über einen Hacker-Angriff auf die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen in Den Haag informiert. Involviert war auch die Schweiz: Im Frühjahr wurden in den Niederlanden zwei russische Spione festgenommen, die sich auf dem Weg zum Labor Spiez befunden haben sollen.
Das 'NRC Handelsblad' hatte vorher gemeldet, die beiden Spione hätten die Ausrüstung bei sich gehabt, um in das IT-Netzwerk des Labors eindringen zu können.
Die Bundesanwaltschaft hatte gegen dieselben Russen bereits 2017 ein Strafverfahren eingeleitet, wegen Hacker-Angriffen auf die Welt-Anti-Doping-Agentur in Lausanne. Das Labor Spiez war unter anderem an Analysen im Fall des vergifteten russischen Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter in England beteiligt.
Die russischen Behörden bezeichnen die Vorwürfe als unbegründet und vermuten eine Kampagne von bestimmten Kreisen. (sda/mag)

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