Bundesrat ebnet den Weg für 5G

8. November 2017, 13:15
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Der mobilen Kommunikation werden neue Frequenzbänder zugeteilt, um die Einführung der 5G-Technologie in der Schweiz zu ermöglichen.

Der mobilen Kommunikation werden neue Frequenzbänder zugeteilt, um die Einführung der 5G-Technologie in der Schweiz zu ermöglichen. Das hat der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, an der er die Änderungen des Nationalen Frequenzzuweisungsplanes (NaFZ) angenommen hat.
Der Frequenzbereich 694 bis 790 Megahertz, der ursprünglich dem Rundfunk vorbehalten war, kann künftig für breitbandige Mobilfunkanwendungen genutzt werden. Wegen der guten Ausbreitungseigenschaften handle es sich um ein sehr attraktives Frequenzband. Zusätzlich hat der Bundesrat auch Frequenzen im Bereich 1,4 Gigahertz und 3,5 Gigahertz für den Mobilfunk freigemacht.
Damit ebnet der Bundesrat den Weg für die Einführung der 5G-Technologie. Die neuen Frequenzen stehen den Anbietern ab 2019 zur Verfügung. In der Schweiz dürften die ersten 5G-Anwendungen aber erst 2020 oder 2021 erhältlich sein.
Vergabeverfahren bleibt unklar
Vergeben werden die neuen Frequenzen von der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom). Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten. Das Vergabeverfahren ist noch nicht klar: Laut Bundesamt für Kommunikation ist ein Kriterienwettbewerb oder eine Auktion möglich. Falls die Nachfrage an Frequenzen kleiner ist als das Angebot, können diese auch direkt zugeteilt werden.
Jüngst haben sich die drei grossen Telcos zur Vergabe der Mobilfunkfrequenzen geäussert: Während Swisscom auf eine möglichst schnelle Vergabe plädiert, drücken Salt und Sunrise auf die Bremse. Die beiden möchten, dass zuerst die Strahlenschutzregulierung (NISV) angepasst wird.
Gebühren wurden reduziert
Wie der Bundesrat weiter mitteilt, hat er auch die Gebühren für die Frequenzen im Bereich von 3,5 GHz, die voraussichtlich zuerst für 5G genutzt werden, auf ein international übliches Niveau gesenkt. Die neuen Gebühren gelten ab 2018.
Mit den tieferen Gebühren wolle man dem Umstand Rechnung tragen, dass die Mobilfunkanbieter mehr in die Technik investieren müssen. Zwar eignet sich die Frequenz zur Kapazitätserhöhung, kann aber schlechter ins Innere von Gebäuden übertragen werden. (kjo/sda)

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