Bundesrat schiebt GEVER-Entscheid auf die lange Bank

13. November 2013, 16:43
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Der Bundesrat beschliesst erneut den Beschluss, eine Zwei-Produkte-Strategie in Sachen elektronische Geschäftsverwaltung zu fahren. Vorerst aber werden die bestehenden Lösungen weiter eingesetzt.

Der Bundesrat beschliesst erneut den Beschluss, eine Zwei-Produkte-Strategie in Sachen elektronische Geschäftsverwaltung zu fahren. Vorerst aber werden die bestehenden Lösungen weiter eingesetzt.
Der Bundesrat will in Sachen GEVER (elektronische Geschäftsverwaltung) eine Zwei-Produkt-Strategie fahren. Dies hat er heute entschieden. Der Entscheid ist weder neu noch überraschend, sondern wurde im Prinzip vor Jahren bereits gefällt. Heute wurde er aber offenbar erneut und höchstoffiziell erneuert.
Der ursprüngliche Plan neben der in der Bundesverwaltung weit verbreiteten österreichischen Lösung Fabasoft zusammen mit Microsoft eine eigene GEVER-Plattform zu bauen, musste im November 2011 Knall auf Fall aufgegeben werden. oder die Beschaffung gemäss WTO neu ausschreibt. Dafür braucht man aber mehr Zeit, als bisher angenommen.
Fabasoft auf der Kippe?
Wie der Bundesrat heute mitteilt, will er erst Anfang 2014 überhaupt festlegen, wie lange beim Bund mit den bisherigen Lösungen gearbeitet werden soll. Dann wird für diese Dauer ein Auftrag an Fabasoft freihändig - also ohne WTO-Ausschreibung - vergeben. Dies wird nötig werden, weil die vor zehn Jahren abgeschlossenen Verträge ablaufen, so Ursula Eggenberger von der Bundeskanzlei auf Anfrage.
In der Zwischenzeit wird dann die Beschaffung von zwei GEVER-Plattformen WTO-konform neu ausgeschrieben. Die Karten werden also - je nach Formulierung der Ausschreibung - neu gemischt.
Man müsse mit zwei Jahren rechnen, bis die zwei "neuen" GEVER-Lösungen dem Bund zur Verfügung stünden, so Eggenberger.
Bis heute war Fabasoft die einzige GEVER-Lösung, die vom Bund als Standard anerkannt ist. Mit "Sonderbewilligungen" werden aber auch andere Lösungen eingesetzt. So etwa iGeko der Chamer ABF Informatik im VBS und im Bundesamt für Gesundheit und die public engine der Zürcher i-engineers, die ebenfalls im VBS zum Einsatz kommt. (Christoph Hugenschmidt)

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