Bundesrat soll Digitalisierung in Bildung stärken

20. Mai 2020, 14:51
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Derzeit wird die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation beraten. Trotz Corona sollen die Mittel nicht gekürzt werden.

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats hat zwei Postulate eingereicht. Dabei geht es um die Digitalisierung in der Ausbildung. Mit einem Postulat soll der Bundesrat beauftragt werden, in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Organisationen der Arbeitswelt einen Plan zur Entwicklung der digitalen Berufsbildung zu erarbeiten. Er solle zudem in einem Bericht eine Strategie zu den Zielen, Massnahmen sowie deren Finanzierung präsentieren, heisst es.  
Das zweite Postulat widmet sich der Digitalisierung in den Schulen. Der Bundesrat soll beauftragt werden, in Zusammenarbeit mit den Kantonen einen Aktionsplan "Bildungsoffensive Schweiz – digitales Klassenzimmer" zu erarbeiten und darüber Bericht zu erstatten.

Bundesrat beantragt 28 Milliarden für die BFI-Förderung

Die Postulate stehen im Zusammenhang mit der bundesrätlichen Botschaft zur "Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) in den Jahren 2021-2024". Diese hat der Bundesrat im Februar 2020 an das Parlament verabschiedet. Mit der Botschaft beantragt der Bundesrat knapp 28 Milliarden Franken für die Förderung von BFI in den Jahren 2021 bis 2024, was rund 2 Milliarden mehr sind als in der vergangenen Periode. Ziel sei es, dass die Schweiz in Sachen BFI führend bleibe. Zu den grossen Herausforderungen zähle der digitale Wandel.
Deshalb gehöre das Ziel, die Berufsbildung für den digitalen Wandel und für das lebenslange Lernen fit zu machen, zu den Prioritäten der BFI-Politik, heisst es in der Botschaft.
Die BFI-Politik des Bundes soll in allen Bereichen die Akteure in der Bewältigung und in der Mitgestaltung des digitalen Wandels stärken. Der Bund führe dazu die mit dem "Aktionsplan Digitalisierung" initiierte Stärkung der digitalen Kompetenzen im BFI-Bereich weiter. Gleichzeitig soll in die Koordination zwischen Bund und Kantonen investiert werden. Ebenfalls unterstützt werden soll der Aufbau von "Digital Skills" sowie Forschung in strategischen Bereichen wie künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 oder Cybersicherheit.
Mitte Mai hat die Finanzkommission des Ständerates die Botschaft diskutiert und beschlossen, keine Senkung der Mittel zu beantragen. Dies, obwohl die Diskussionen der Kommission unter dem Eindruck der Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft und Bundesfinanzen gestanden seien, heisst es in einer Mitteilung. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates erachte die Investitionen in Bildung und Forschung als zentral, um während und auch nach der akuten Phase der Corona-Pandemie den Wohlstand des Landes zu sichern. Sie ist auf die Botschaft eingetreten und hat die Detailberatung aufgenommen, wie sie am 18. Mai mitteilte. 

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