Bundesrat will E-Patientendossier flächendeckend einführen

14. Dezember 2018, 15:05
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Das elektronische Patientendossier soll in der Schweiz flächendeckend eingeführt werden.

Das elektronische Patientendossier soll in der Schweiz flächendeckend eingeführt werden. Das ist das Hauptziel der Strategie "E-Health Schweiz 2.0", die der Bundesrat nun verabschiedet hat. Inside-it.ch hat sie bereits vor rund einem Jahr detailliert vorgestellt.
Die Strategie für die Jahre 2018 bis 2022 löst diejenige aus dem Jahr 2007 ab und richtet sich nach dem Gesetz über das elektronische Patientendossier.
Obligatorisch ist dieses derzeit erst für Spitäler und Pflegeheime, die es bis 2020 respektive bis 2022 einführen müssen. Für Ärzte ist es bisher freiwillig. Der Nationalrat möchte indes auch für Ärzte eine Pflicht zum E-Dossier. Die Kantone Basel und Genf haben die elektronischen Patientendossiers bereits eingeführt.
Die vom Bundesrat verabschiedete neue Strategie will, dass dank Digitalisierung die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessert wird. Für Patienten soll die Versorgung sicherer und das System selbst soll effizienter werden. Datenschutz und Cybersicherheit werden dabei oberste Priorität eingeräumt.
Digitalisierung soll gemäss der Strategie die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung erleichtern und die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten stärken. Wie personenbezogene Daten verwendet werden, sollen die Patienten selbst entscheiden können.
Die Strategie (PDF) wurde auf der Website von E-Health-Suisse veröffentlicht. (sda/ts)

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