Bundesrat will Startups unter die Arme greifen

25. August 2021, 14:01
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Beim Technologietransfer, der Internatio­nalisierung und dem Zugang zu Fachkräften gibt es laut dem Bundesrat Verbesserungs­potenzial.

Das Startup-Ökosystem der Schweiz sei grundsätzlich gut aufgestellt. Zu diesem Fazit kommt eine Untersuchung des Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) im Auftrag des Bundesrates. 
Startups spielen eine zunehmend wichtige Rolle für die Innovationskraft eines Landes. Sie würden wesentlich dazu beitragen, das Innovationspotenzial der Forschung zu nutzen, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung. Auch würden sie eine wichtige Funktion bei der Entwicklung und Anwendung neuer technologischer Innovationen einnehmen. Ziel des WBF sei gewesen, zu untersuchen, welche Faktoren für die Leistungsfähigkeit des Startup-Ökosystems entscheidend sind und wie der Wissens- und Technologietransfer beschleunigt werden kann.
Verbesserungspotenzial gebe es unter anderem beim Technologietransfer, der Internationalisierung, dem Zugang zu Fachkräften und der Regulierung. Hier schlage das WBF dem Bundesrat Optimierungsmöglichkeiten vor. Ziel sei es, den Startup-Standort Schweiz langfristig zu stärken. Auch mit Blick auf die Tatsache, dass zahlreiche Staaten in den letzten Jahren umfangreiche Programme zur Startup-Unterstützung lanciert hätten, wie es in der Mitteilung heisst.
Zu den möglichen Massnahmen gehören allgemein die Verbesserung der Rahmenbedingungen inklusive Förderung und Regulierung. Daneben werden der Ausbau von Hochschulinitiativen sowie ein einfacherer Antrags- und Bewilligungsprozess für Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen für Arbeitskräfte aus Drittstaaten genannt. Der Bundesrat habe ausserdem beschlossen, die Vor- und Nachteile eines Schweizer Innovationsfonds umfassend zu prüfen. Dabei soll ausgelotet werden, inwiefern durch einen solchen Fonds der Risikokapitalmarkt in der Schweiz erweitert und damit die Wachstumschancen innovativer Unternehmen verbessert werden könnten. Die EU beispielsweise hat Anfang Jahr einen neuen Fonds angekündigt, mit dem sie direkt in Startups und KMU investieren will. In einer ersten Tranche sind 178 Millionen Euro vorgesehen. 
Der Bundesrat hat das WBF und das EJPD beauftragt, die verschiedenen Massnahmen vertieft zu prüfen. Die Ergebnisse sollen im Sommer 2022 vorliegen.

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