Bundesverwaltungsgericht ist Linux los

9. März 2011, 16:06
  • e-government
  • bit
  • abraxas
  • open source
image

Das Bundesverwaltungsgericht migrierte übers Jahresende 400 Clients und 30 Applikationen und zügelte die Daten von Lausanne nach Bern und Winterthur. Kosten: 3,8 Millionen Franken.

Das Bundesverwaltungsgericht migrierte übers Jahresende 400 Clients und 30 Applikationen und zügelte die Daten von Lausanne nach Bern und Winterthur. Kosten: 3,8 Millionen Franken.
Der epische Streit zwischen dem Bundesgericht und dem Bundesvewaltungsgericht (BVGer) um die richtige IT-Landschaft ist definitiv beendet: Seit dem 30. Dezember 2010 betreibt das Bundesamt für Informatik (BIT) eine völlig renovierte IT-Landschaft des BVGers. So hat das BIT über das Jahresende 170 neue Laptops und 260 Desktop-PCs mit Windows 7 sowie rund 30 Fachanwendungen (von der Zeiterfassungssoftware bis zu juristischen Wörterbüchern) migriert. Das BIT betreibt nun auch die Server und das Netzwerk des BVGer und hat den neuen Web- und Intranet-Auftritt des rund 400-köpfigen Gerichts konzipiert, wie wir einem Bericht in der Hauszeitung 'Eisbrecher' entnehmen.
Bis zur Einführung der neuen IT-Struktur des BVGer war diese von der Open-Source-orientierten Informatik-Abteilung des Bundesgerichts betrieben worden.
Und für einmal scheint sogar der sonst eher sinnbildlich benützte Begriff "Migration" gerechtfertigt zu sein. Denn Mitarbeitende des BIT und des BVGer haben die aktuellen Daten des Gerichts von der Informatik des Bundesgerichts in Lausanne abgeholt und "auf Harddisks" nach Bern zum BIT und nach Winterthur zu Abraxas gebracht. Abraxas betreibt das neue "ERP" des BVGer, die Gerichtslösung JURIS.
Die Kosten der Übung sind noch nicht bekannt. 2010 gab das Gericht gemäss Geschäftsbericht 3,8 Millionen Franken für die neue Informatik-Infrastruktur aus, wie Pressesprecher Andrea Arcidiacono auf Anfrage sagt. Das Projekt ist aber noch nicht ganz abgeschlossen und wurde zudem bereits vor 2010 angeschoben. Die Löwenanteil der Kosten sind aber 2010 angefallen. Im Herbst soll es einen Abschlussbericht zum Projekt geben. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

Aargau migriert die SAP-Basis für 10 Millionen Franken in die Cloud

Der Kanton wechselt von einem On-Prem- in einen Cloud-Betrieb und vergibt den Auftrag für 10 Millionen Franken freihändig an SAP Schweiz.

publiziert am 25.11.2022
image

Meteoschweiz braucht viel Data-Know-how

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie will seine IT-Architektur umstellen und sucht dafür externe IT-Fachleute.

publiziert am 25.11.2022
image

Staatsarchive in Basel-Stadt und St. Gallen eröffnen "Digitale Lesesäle"

Eine neue Webplattform soll den Zugang zum umfangreichen Archivmaterial vereinfachen. Hunderttausende Datensätze sind bereits erschlossen.

publiziert am 25.11.2022
image

Bund veröffentlicht App für Ausland­schweizer-Gemein­schaft

Die neue App Swissintouch des EDA soll Ausland­schweizerinnen und -schweizern als Informations- und Kommunikations­plattform dienen.

publiziert am 24.11.2022