Burnouts bei IT-Fachkräften nehmen zu

23. September 2020, 09:56
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Eine neue Studie von Microsoft bestätigt: Die Corona-Pandemie hat Druck und Arbeitsbelastung erhöht.

Microsoft arbeitet an einem "Work Trend Index", der die veränderten Arbeitsbedingungen untersuchen will und veröffentlicht daraus nun Daten zur Arbeitsbelastung seit Beginn der Corona-Pandemie. Microsoft zog dazu Teams-Nutzerdaten bei, weiter wurden 6000 Angestellte im IT-Bereich und im Gesundheitswesen in acht Ländern zu ihrer Arbeitssituation befragt.
Über 30% der Befragten gaben im globalen Schnitt an, bei ihnen hätten Burnout-Symptome zugenommen. Dabei zeigen sich starke regionale Unterschiede: In Brasilien beträgt der Anteil 44%, in den USA sind es 31%, in Deutschland nur 10%. Auch bei der Zunahme der Arbeitszeit in Teams zeigen sich diese Differenzen: Singapur und Australien liegen mit fast 2 Stunden an der Spitze, am wenigsten angestiegen ist die Arbeitszeit in Deutschland mit 40 Minuten.
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Grafik: Microsoft
Deutlich zugenommen haben laut Microsoft auch die Anzahl von Chats und Nachrichten ausserhalb der üblichen Arbeitszeiten, vor allem in den Abendstunden. Es gäbe eine grosse Gruppe von Personen, schreibt Microsoft, die vorher nach 17 Uhr nie ein Keyboard angefasst hätten – "jetzt tun sie es".
Microsoft fragte die Angestellten auch nach den Top-Stressfaktoren. Weltweit stehen hier die Sorgen wegen Covid-19 an der Spitze, gefolgt von unkontrollierbaren Arbeitsbelastungen oder Arbeitsstunden. Remote-Arbeitende nennen zusätzlich die mangelnde Trennung von Arbeit und sonstigem Leben sowie das unangenehme Gefühl, von den Arbeitskollegen getrennt zu sein.
Wir haben kürzlich eine eigene Umfrage zur Arbeitssituation unter IT-Fachleuten und -Entscheidungsträgern in der Schweiz durchgeführt. Auch in unserer Umfrage gaben fast 80% an, dass die Stressbelastung "zugenommen" oder "eher zugenommen" hat.

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