Business Intelligence anhaltend "strategielos"

11. Januar 2012, 11:38
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Auch in Zukunft wird nur eine Minderheit der Firmen und Organisationen eine dokumentierte Strategie für Datenanalyse haben, sagt Gartner.

Auch in Zukunft wird nur eine Minderheit der Firmen und Organisationen eine dokumentierte Strategie für Datenanalyse haben, sagt Gartner.
Im Vorfeld des Gartner Business Intelligence Summit (Anfang Februar in London) hat das US-Beratungshaus drei "Prophezeiungen" zum Thema Business Intelligence veröffentlicht, die wir hier zusammenfassen, da sie uns stringent dünken.
"Cloud BI": Bei Anwendern kein Thema
In den nächsten zwei Jahren werden buchstäblich alle Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen eine Cloud-Version auf den Markt werfen, so Gartner. Doch bei den Anwendern werden diese nicht auf Gegenliebe stossen: Nur drei Prozent aller Umsätze im BI-Geschäft 2013 wird durch "Cloud BI" generiert werden, so die Prognose der Marktforscher. Denn die meisten Organisationen haben schon in Infrastruktur für Business Intelligence investiert und keine Lust, Segmente zu identifizieren, bei denen der Wechsel hin zu einer Cloud-Version möglich und sinnvoll wäre, so Gartner. Eine Chance für "Cloud BI" sieht das Beratungshaus nur, wenn die Kunden bereits Business-Anwendungen wie etwa Salesforce als CRM-Lösung oder SAPs Business byDesign von einem Cloud-Anbieter gemietet haben und BI vor allem als Erweiterung für dieses System ansehen.
Organisatorische Balance
Viele BI-Anwendungen wurden bisher von einzelnen Firmen-Abteilungen über die IT hinweg eingeführt. Das Problem dabei ist, dass man diese Anwendungen dann oft nicht firmenweit benützen kann, da es keine einheitlichen Definitionen der Daten und Messeinheiten gibt. Um dies zu überwinden, wurden in der Vergangenheit oft zentrale BI-Teams geschaffen, was aber zu einer gewissen Unflexibilität geführt hat, schreiben die Gartner-Leute. In den nächsten zwei Jahren würden nun viele Firmen daran arbeiten, ihre BI-Aktivitäten in hybriden Organisationsformen umzusetzen, um sowohl Konsistenz, "economies of scale" wie auch Autonomie und Flexibilität zu erreichen.
Messdaten weiterhin nicht an Bedürfnisse des Business' angepasst
BI-Projekte genau an den Bedürfnisses der Strategie und Ziele einer Firma auszurichten, ist weiterhin die Herausforderung für die Involvierten. Daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern, glauben die BI-Spezialisten von Gartner. Auch 2014 werden weniger als 30 Prozent aller Firmen eine ausformulierte und dokumentierte BI- oder Performance-Management-Strategie besitzen. Es wird also dabei bleiben, dass man Reports entwickelt, die Erkenntnisse liefern, die die Anwender interessant finden, die aber trotzdem nicht wirklich die nötigen Zahlen für die strategische Erfolgskontrolle liefern, so Gartner.
Die hier zusammengefassten Erkenntnisse zum Thema BI gibt es in einem siebenseitigen Papier (495 Dollar) mit dem schönen Titel: "Predicts 2012: Business Intelligence Still Subject to Nontechnical Challenges." (hc)

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