Buyout: BMC einigt sich mit Investmentfirmen

6. Mai 2013, 15:33
  • international
  • verkauf
image

Nun ist es offiziell: Eine Firmengruppe rund um Bain Capital und Golden Gate Capital will den Softwarehersteller für 6,9 Milliarden Dollar aufkaufen.

Nun ist es offiziell: Eine Firmengruppe rund um Bain Capital und Golden Gate Capital will den Softwarehersteller für 6,9 Milliarden Dollar aufkaufen.
Was heute Morgen noch ein Gerücht war, ist nun definitiv: Der Verwaltungsrat von BMC hat sich mit einer Investorengruppe über ein Übernahmeangebot geeinigt, das der Verwaltungsrat nun den Aktionären zur Annahme empfiehlt. Elliott Management, einer der grössten BMC-Aktionäre, hat bereits erklärt, dass er das Anbebot annehmen wird. Elliott Management hält rund 9,6 Prozent der BMC-Aktien.
Die Investorengruppe um Bain Capital und Golden Gate Capital will in einem "Leveraged Buyout" insgesamt rund 6,9 Milliarden Dollar für die Übernahme von sämtlichen BMC-Aktien bieten. Kommt dies Zustande, soll BMC von der Börse genommen werden. Nach der Bekanntgabe der Offerte folgt nun allerdings eine 30-tägige Periode, in der sich BMC auch noch weitere Offerten einholen kann. Falls die Übernahme durch die Investorengruppe zustande kommt, soll sie bis Ende Jahr abgeschlossen werden.
Bei einem "Leveraged Buyout" zahlen die Käufer eine Übernahme zum grössten Teil nicht aus eigener Tasche, sondern leihen sich das Geld dafür aus. Wie das 'Wall Street Journal' anmerkt, sei gegenwärtig viel "billiges Geld" für solche Deals zu haben. Dies bewirkt, dass Investmentfirmen wieder mehr und grössere Übernahmeobjekte ins Auge fassen können. Ausserdem würden oft ältere Technologieunternehmen auf ihrer Wunschliste stehen. Diese versprechen aufgrund ihrer langjährigen Kundenbeziehungen einen stabilen Cash-Flow, mit dem die durch das ausgeliehene Geld enstandene Zinslast bezahlt werden kann.
Gerade bei langjährigen Kunden wecken solche Übernahmen allerdings auch Bedenken. Das Hauptziel der Investoren ist es meist, das aufgekaufte Unternehmen nach einigen Jahren mit Gewinn weiter zu verkaufen. Das schürt zum Beispiel Befürchtungen, dass ältere Produktilinen gestrichen oder der Support dafür reduziert werden könnte. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

APIs bei Twitter werden kostenpflichtig

Schon in weniger als einer Woche werden Entwicklerinnen und Entwickler zur Kasse gebeten. Ein Preismodell gibts noch nicht.

publiziert am 3.2.2023
image

DXC hofft auf Turnaround im kommenden Jahr

Der Umsatz des IT-Dienstleisters ist im abgelaufenen Quartal erheblich geschrumpft. Im nächsten Geschäftsjahr soll es aber wieder aufwärts gehen, sagt der CEO.

publiziert am 2.2.2023
image

AMD schlägt sich durch, Intel-CEO muss einbüssen

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage kann sich AMD gut behaupten. Beim Konkurrenten sieht es anders aus: Intel spart bei den Löhnen – auch CEO Pat Gelsinger muss einstecken.

publiziert am 1.2.2023
image

US-Flugchaos: Flugaufsicht ändert Umgang mit IT

Nach der Computerpanne im US-amerikanischen Flugverkehr nimmt die Flugaufsichtsbehörde FAA nun Änderungen an der Datenbank vor.

publiziert am 31.1.2023