CA wächst, kauft und entlässt

28. Juli 2005, 12:38
  • international
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135 Prozent mehr Gewinn. 5 Prozent weniger Arbeitskräfte.

135 Prozent mehr Gewinn. 5 Prozent weniger Arbeitskräfte.
Der US-amerikanische Softwarehersteller Computer Associates (CA) konnte im vergangenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2006 920 Millionen US-Dollar Umsatz erzielen. Vor einem Jahr belief sich der Umsatz für die gleiche Periode auf 850 Millionen Dollar. Dies entspricht einer Steigerung um 8 Prozent. Das Nettoeinkommen konnte gar um 135 Prozent von 40 Millionen auf 94 Millionen Dollar erhöht werden. Der Umsatz soll im laufenden Quartal zwischen 930 Millionen und 960 Millionen Dollar betragen.
Qurb kommt...
Wohl angetrieben von diesen erfreulichen Zahlen kaufte CA ein weiteres Unternehmen. Für eine ungenannte Summe ergatterte sich der Softwarekonzern den kalifornischen Spezialisten für Email-Sicherheit "Qurb". Mit den Softwarelösungen von Qurb will CA sein eTrust-Portfolio erweitern. Dabei soll der Fokus auf die Blockade von Spam-Mails, den Schutz von Usern gegen Phishing und auf weitere Gefahren, die beim täglichen Email-Verkehr lauern, gerichtet werden.
Erst vor einem Monat hatte CA bereits einen Security-Software-Hersteller namens "Tiny Software" unter die Fittiche genommen.
...5 Prozent gehen
Um quasi den positiven Meldungen ein Gegengewicht zu geben, verkündete CA, dass weltweit 800 Stellen gestrichen werden sollen. Das sind in etwa 5 Prozent der gesamten Belegschaft. Der Restrukturierungsplan soll bis Ende Jahr umgesetzt werden. Von dieser Massnahme verspricht sich CA mehr Effizienz und Produktivität und ausserdem 75 Millionen Dollar Einsparungen im Jahr. Bereits im September 2004 lancierte CA einen Restrukturierungsplan, der aber nur 70 Millionen jährliche Einsparungen vorsah.
Laut CA-Sprecher Axel-Christoph Hinze gibt es keine Anzeichen dafür, dass in der Schweiz auch Angestellte entlassen werden sollen. "Wir gehen nicht davon aus", sagte er gegenüber inside-it.ch. Allerdings: "Ausschliessen können wir nichts." Gehe man aber von den 5 Prozent aus, treffe das bei den rund 80 Mitarbeitenden in der Schweiz höchstens 4 Personen. Von grossen Stellenkürzungen könne also nicht die Rede sein. (Maurizio Minetti)

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