Cablecom bremst Swisscom aus

12. Mai 2005, 14:27
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Der im Herbst 2004 angekündigte Zusammenschluss von Swisscom und der Filmrechtevermarkterin Cinetrade findet doch nicht statt.

Der im Herbst 2004 angekündigte Zusammenschluss von Swisscom und der Filmrechtevermarkterin Cinetrade findet doch nicht statt. Nachdem die Wettbewerbskommission (Weko) im März dieses Jahres grünes Licht für den Deal gegeben hatte, stellt sich nun das Bundesgericht in den Weg.
Gestern erliess das oberste Gericht eine superprovisorische Verfügung, worin der Swisscom und der Cinetrade der Zusammenschluss untersagt wird. Die Weko war noch davon ausgegangen, dass durch den Zusammenschluss keine marktbeherrschende Stellung für Swisscom resultieren würde.
Zur Cinetrade-Gruppe gehören der Pay-TV-Anbieter Teleclub, die Kinokette Kitag sowie der Homevideo-Anbieter PlazaVista. Mit einer Übernahme von 49 Prozent wollte sich die Swisscom Film- und Sportübertragunsrechte für ihr geplantes Breitbandfernsehen sichern. Konkurrent Cablecom intervenierte aber schon früh gegen das Vorhaben und legte sodann bei den zuständigen Rechtsinstanzen Beschwerde gegen die Genehmigung der Wettbewerbskommission ein.
In einer Mitteilung begrüsst die Cablecom den Entscheid des Bundesgerichts. Die Kabelbranche hatte schon mehrmals Bedenken geäussert, weil sich Swisscom und Cinetrade durch den Zusammenschluss "medienpolitisch äusserst bedenkliche Vorteile" verschafft hätten. Die Swisscom hätte mit ihrem flächendeckenden Netz dank Teleclub beispielsweise einen Grossteil der Pay-TV-Inhalte erworben. (mim)

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