Cablecom lanciert 100 Mbit/s-Internet

1. September 2009, 10:19
  • schweiz
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Cablecom hängt die grosse Masse der Providerkonkurrenz im Privatkundenbereich tempomässig deutlich ab.

Cablecom hängt die grosse Masse der Providerkonkurrenz im Privatkundenbereich tempomässig deutlich ab.
Cablecom versucht mit neuen, bis zu 100 Mbit/s schnellen Internet-Anschlüssen einen Präventivschlag gegen die kommende Konkurrenz durch die allerorten entstehenden "Fibre-to-the-Home"-Netzwerke.
Im Gegensatz zur Konkurrenz aus dem Swisscom/DSL-Lager hat Cablecom aber schon ein Netzwerk "im Boden", das mit einer technischen Aufrüstung (auf den Kabel-Übertragungsstandard "Docsis 3.0") diese drastische Temposteigerung vergleichsweise kurzfristig in weiten Teilen der Schweiz erlaubt. Die neuen Internet-Anschlüsse sind ab sofort unter dem Namen "Fiber Power internet" in den Regionen Zürich, Bern und Winterthur verfügbar. (Ob sich der eigene Cablecom-Hausanschluss dafür eignet, kann man hier abchecken.) Im nächsten Jahr soll das Angebot auf die Cablecom-Netzwerke in der ganzen Schweiz ausgeweitet werden.
"Fibre-to-the-Home"-Netzwerke erreichen dagegen erst wenige Haushalte und Firmensitze, auch wenn ihr Bau nun langsam immer mehr in Fahrt kommt. Cablecom-Chef Eric Tveter dürfte trotzdem Recht haben, wenn er einen deutlchen zeitlichen Vorsprung auf die Provider-Konkurrenz konstatiert: "Cablecom verfügt schon heute über ein Netz, welches Geschwindigkeiten ermöglicht, für die andere Anbieter erst jahrelange Investitionen tätigen müssten."
Die Preise
Cablecom verlangt für einen Anschluss mit 100'000 Kbit/s Download und 7000 Kbit/s Uploadgeschwindigkeit 95 Franken pro Monat. 50'000-Kbit/s-Download- und 5000 Kbit/s-Upload-Tempo kosten 85 Franken. Für die neuen Anschlüsse braucht es auch neue Modems, bestehende Cablecom-Kunden erhalten diese aber im Tausch für ihre alten Modems gratis.
Die hohen Tempi erlauben es gemäss Cablecom unter anderem, dass auch auf mehreren PCs in einem Hausnetzwerk gleichzeitig bandbreitenintensive Anwendungen wie Video on Demand, Video-Telefonie, HDTV oder Online-Spiele genutzt werden können. (Hans Jörg Maron)
(Foto: Yodel Anecdotal, Creative Commons)

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