Canon und Océ legen Schweizer Druckergeschäft zusammen

10. Juni 2011, 09:27
  • international
  • canon
  • channel
  • übernahme
image

Projektgruppe formiert sich Ende Monat, Köpferollen schon im Sommer?

Projektgruppe formiert sich Ende Monat, Köpferollen schon im Sommer?
Canon hat die vor zwei Jahren angekündigte Übernahme von Océ vor etwas über einem Jahr beendet und legt jetzt in der Schweiz die Druckeraktivitäten zusammen, wie einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen von heute zu entnehmen ist.
Demnach verkauft Océ N.V. den 100-prozentigen Anteil der Schweizer Niederlassung an Canon Europa. Das lässt sich Canon 15,9 Millionen Euro kosten. Bisher habe Océ Schweiz drei bis vier Prozent zum Gesamtumsatz des Konzerns beigetragen.
Mit der Zusammenlegung ihrer Geschäftstätigkeit in der Schweiz trügen Canon und Océ den besonderen Marktbedingungen vor Ort Rechnung, insbesondere hohen Anteilen des indirekten Geschäfts und insgesamt starker Konkurrenz, so die Mitteilung. Mit der Zusammenlegung im Druckbereich entstehe der der grösste Druckanbieter der Schweiz. Offenbar hat das Canon-Management den Schweizer Markt genau unter die Lupe genommen.
Projektgruppe im Juli
Wie diese Zusammenlegung allerdings konkret aussehen wird, scheint noch ziemlich unklar - oder wird zumindest nicht kommuniziert. Im Europa-Hauptquartier konnte eine Sprecherin immerhin sagen: "Die Marke Océ bleibt erhalten." Der Deal werde wahrscheinlich kurzfristig auch keine Auswirkungen auf den Channel haben.
Da Océ als Marke selber erhalten bleiben soll, springen für gemeinsame Aktivitäten mit Synergiepotenzial, die Bereiche Verkauf und vor allem Service ins Auge. Aber auch bei der Schweizer Niederlassung weiss man noch nichts über die konkrete Umsetzung. Selbst ob es zu Entlassungen kommen wird, sei gegenwärtig unklar. "Ende Monat wird das Management der beiden Bereiche zusammengelegt und ein Team gebildet, das die Pläne konkretisiert", sagte Sprecher Andreas Gurtner.
Canon hat kürzlich für Aufregung im Channel gesorgt, weil der Elektronik-Riese europaweit nur noch auf wenige, ausgewählte Distis setzen will. (pk)

Loading

Mehr zum Thema

image

Atos lehnt Übernahmeangebot des Konkurrenten Onepoint ab

Der kriselnde Konzern sollte für seine Cybersecurity-Sparte 4,2 Milliarden Euro erhalten. "Nicht im Interesse der Stakeholder", sagt der Verwaltungsrat.

publiziert am 30.9.2022
image

USA gegen Russland: Wahl um ITU-Präsidium ist entschieden

Die International Telecommunications Union (ITU) der UNO wird neu von einer Amerikanerin geleitet. Doreen Bogdan-Martin setzte sich gegen einen Russen durch.

publiziert am 29.9.2022
image

Ransomware-Banden kaufen Erstzugänge extern ein

Für nur gerade 10 Dollar können sich Cyberkriminelle auf Darkweb-Flohmärkten Zugänge zu Systemen kaufen. Damit können sie dann Schlimmes anrichten.

publiziert am 29.9.2022
image

Schweiz: Wettbewerbsfähigkeit top, E-Government flop

In der aktuellen IMD-Studie steigt die Schweiz in Sachen digitale Wettbewerbsfähigkeit in die Top 5 auf. Dahingegen schwächelt sie im Bereich E-Government.

publiziert am 29.9.2022