Capellas? Hurd? Wilde Spekulationen um Dell

21. März 2013, 13:57
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Noch bis Morgen können Investoren um die Übernahme des PC-Herstellers Dell mitbieten. Die Mega-Beteiligungsgesellschaft Blackstone bringt die Manager-Veteranen Hurd und Capellas ins Spiel.

Noch bis Morgen können Investoren um die Übernahme des PC-Herstellers Dell mitbieten. Die Mega-Beteiligungsgesellschaft Blackstone bringt die Manager-Veteranen Hurd und Capellas ins Spiel.
Die geplante Übernahme des börsenkotierten PC-Herstellers Dell durch die Beteiligungsfirma Silver Lake und Firmengründer Michael Dell kommt in die heisse Phase. Bis Morgen können nämlich andere Interessenten das Angebot von Dell und Silver Lake von 24,4 Milliarden Dollar übertreffen und damit den geplanten Deal platzen lassen.
Für den PC-Hersteller ist diese Phase nicht unkritisch, denn Michael Dell muss nun öffentlich begründen, dass seine PC-Firma nicht mehr wert sei als er bietet - keine gute Werbung für Dell-Produkte.
Blackstone mit Hurd?
Einige grosse Dell-Aktionäre finden das Angebot von Michael Dell und seinen Verbündeten (darunter Microsoft) zu tief. Dell bietet 13.65 Dollar, Grossaktionäre glauben, die Aktie der Firma könne über 20 Dollar wert sein.
Offenbar evaluiert man bei der riesigen Beteiligungsgesellschaft Blackstone ein Alternativ-Angebot für Dell. Blackstone würde es zwar vorziehen, wenn Michael Dell an der Spitze des Unternehmens bliebe, schrieb die US-Zeitschrift 'Fortune' gestern. Für den Fall, dass Michael Dell aber nicht mitziehen wolle, habe Blackstone Mark Hurd angefragt. Der ehemalige HP-Chef wurde im Sommer 2010 mit massiven Vorwürfen eingedeckt und entlassen und ging danach zu Oracle, wo er heute als möglicher Nachfolger von Larry Ellison gehandelt wird.
Blackstone turtelt aber gemäss 'Fortune' nicht nur mit Hurd, sondern auch mit dem ehemaligen Compaq-Chef Michael Capellas. Die Dell-Konkurrenten Hewlett-Packard und Lenovo dürfte man diese Entwicklung nicht ohne eine gewisse Genugtuung beobachten. Hurd gilt als brutaler Sparer, der keinen Sinn für Innovation hat.
US-Wirtschaftsmedien, die das "Going Private" von Dell sehr eng verfolgen, glauben übrigens auch zu wissen, dass sowohl HP wie auch der chinesische Erzkonkurrent Lenovo an einer Alternativ-Offerte für Dell arbeiten. (hc)

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