Capgemini: Umschulen um Entlassungen zu verhindern

12. September 2005, 10:14
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Der einzige Weg für Capgemini, um eine massive Entlassungswelle in Europa zu verhindern, sei eine weitgehende Umschulung ("Reskilling") seiner Belegschaft.

Der einzige Weg für Capgemini, um eine massive Entlassungswelle in Europa zu verhindern, sei eine weitgehende Umschulung ("Reskilling") seiner Belegschaft. Die sagte der Capgemini-CEO Paul Hermelin anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen des IT-Dienstleisters, wie die 'Financial Times' berichtet. Hermelin bezog sich dabei vor allem auf die zunehmende Konkurrenz aus Indien.
Die Einstellungen müssten sich in einer Reihe von europäischen Ländern drastisch ändern, wenn man gegen die zunehmende Konkurrenz aus Indien bestehen wolle, so Hermelin. Der "Reskilling"-Prozess, der in den USA begonnen und sich dann auf Grossbritannien ausgebreitet habe sei nun allerdings auch in anderen Ländern Europas bereits im Gang.
Capgemini wird aber auf jeden Fall trotzdem verstärkt auf die Karte Offshoring setzen. Gemäss Hermelin soll die Capgemini-Belegschaft in Indien im nächsten Jahr verdoppelt werden, und Capgemini überlegt sich ausserdem den Kauf einer indischen Firma.
Capgemini versucht in letzter Zeit vor allem, seine operative Marge zu verbessern, die früher meist deutlich kleiner war, als die der grossen Konkurrenten. Die Zahlen des ersten Halbjahrs 2005 wertete das Unternehmen als Erfolg auf diesem Weg. Capgemini konnte seine Margen in den meisten Regionen verbessern und erzielte insgesamt einen Nettogewinn von 58 Millionen Euro, während es ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 157 Millionen Euro resultierte. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. (hjm)

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