"Capri-Sonne"-Hersteller Wild wieder im Schoss von SAP

16. März 2011, 14:49
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Nach einem Streit vor vier Jahren beschloss Wild, auf Oracle zu migrieren. Nun krebst der "Capri-Sonne"-Hersteller zurück.

Nach einem Streit vor vier Jahren beschloss Wild, auf Oracle zu migrieren. Nun krebst der "Capri-Sonne"-Hersteller zurück.
Das deutsche Unternehmen Wild, das den Hauptsitz in Zug hat, setzt wieder auf SAP. Der Hersteller von natürlichen Inhaltsstoffen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der vor allem wegen dem Fruchtsaftgetränk "Capri-Sonne" bekannt ist, migriert derzeit auf SAP ERP 6.0. Ersetzt wird dabei ein System des SAP-Rivalen Oracle.
Wild beschäftigt in über 70 Ländern etwa 2500 Personen. Das Unternehmen arbeitete schon früher mit der Software von SAP, doch vor vier Jahren zerstritten sich Inhaber Hans-Peter Wild und SAP-Mitgründer Dietmar Hopp wegen einem Grundstück in der Nähe des Wild-Stammhauses in Deutschland, auf dem Hopp ein neues Stadion für den Fussballclub Hoffenheim bauen wollte. Wild ersetzte daraufhin die SAP-Software durch Oracle. "Oracle ist besser und kostengünstiger – da fiel uns die Entscheidung nicht mehr schwer", liess sich Wild damals zitieren.
Etwas mehr als zwei Jahre später, Ende 2009, begannen jedoch bereits wieder die Gespräche mit SAP - offenbar war man mit Oracle nicht zufrieden. Zumindest in Europa hat man nun begonnen, auf SAP zu migrieren. In einem ersten Schritt wurde die bestehende SAP-ERP-Anwendung in Deutschland, Österreich und England mit der neuesten Version von SAP ERP und mit der Plattform SAP BusinessObjects Business Intelligence aktualisiert, wie SAP in einer Mitteilung schreibt. In einem anderen Projekt sind die ERP-Systeme der Standorte Heidelberg und Berlin bereits per Ende September 2010 konsolidiert worden. Hier wurden die Daten aus der Lager- und Warenwirtschaft sowie der Planung konsolidiert, Daten aus dem Non-Food-Bereich harmonisiert und ein Produktionssteuerungssystem (MES) am Standort Berlin eingeführt. 2011 wird Wild die komplette ERP-Lösung erst in Berlin und Heidelberg live schalten, bevor es stufenweise ab Anfang 2012 an weitere europäische Standorte ausgerollt werden soll.
Wild verspricht sich durch den Einsatz der Lösung, die Unternehmenstöchter und -niederlassungen der europäischen Flavors-Sparte besser anzubinden, neue Geschäftsfelder effektiver zu erschliessen und insgesamt seine Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. (mim)

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