Carl Icahn: "Michael Dell ist ein schlechter Verlierer"

30. Juli 2013, 14:24
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Carl Icahn ist nicht auf den Mund gefallen.

Carl Icahn ist nicht auf den Mund gefallen. Seine Antwort auf Michael Dells erhöhtes Angebot bezüglich des Dell-Buy-Outs lässt keine Fragen offen: Er ist dagegen. Der Investor und Milliardär schreibt in einem offenen Brief an alle Aktionäre, dass Dell seine Niederlage hinnehmen soll, und sich nicht über ungerechte Bedingungen beschweren soll – schliesslich habe er und sein Partner Silver Lake sich zu Beginn einverstanden erklärt. Für ihn ist der Dell-Gründer und jetzige CEO ein schlechter Verlierer.
Michael Dell hatte erst kürzlich sein Buy-Out-Angebot um 10 Cent auf 13,75 Dollar je Aktie erhöht – dies hat er aber an eine Bedingung geknüpft. Eine einfache Mehrheit der Aktionäre soll reichen, um den Deal ins Trockene zu bringen. Bis dato zählten nicht abgegebene Stimmen automatisch als "Nein". Zudem hatte er die Aktionärsabstimmung zwei Mal verschoben.
Laut Icahn hat die Dell-Aktie mehr Wert. Vor allem wenn Michael Dell nicht mehr am Ruder sei. Das Unternehmen sei "viel, viel mehr Wert", wenn Dell und weitere Führungspositionen nicht mehr beim PC-Bauer seien. Am Schluss führt der Investor noch auf, dass Michael Dell über die letzten zehn Jahre mehr als 62 Millionen Aktien zu Preisen zwischen 32 und 40 Dollar verkaufte. Michael Dells Gespür, wann Aktien zu verkaufen seien, sei leider besser als seine Führungsqualitäten. (lvb)

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