CDC, Gate und Delec: Die Gründergeneration tritt ab

6. September 2006, 12:44
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Bechtle stellt sein Schweizer VAR-Business völlig neu auf. CDC, Delec und Gate werden in Bechtle IT Systemhäuser und Bechtle Data integriert. Klenk: "Das hat nichts mit Kosteneffekten zu tun".

Bechtle stellt sein Schweizer VAR-Business völlig neu auf. CDC, Delec und Gate werden in Bechtle IT Systemhäuser und Bechtle Data integriert. Klenk: "Das hat nichts mit Kosteneffekten zu tun".
Der deutsche Systemintegrator und Kataloghändler Bechtle stellt einen rechten Teil des in den letzten Jahren zusammengekauften Schweizer VAR-Imperiums neu auf und tritt künftig unter der Marke Bechtle IT-Systemhaus und Bechtle Data (Highend Business) auf. Mit einigen wenigen Ausnahmen verschwinden die Marken 'Delec', 'CDC IT' und 'Gate Informatic'.
Mit dem Vorstandsvorsitzenden Ralf Klenk, Verwaltungsrats-Chef Gerhard Schick und Thomas Willenegger, der neu als COO der Bechtle IT Systemhäuser fungiert, stellte sich gestern gleich die ganze Bechtle-Spitze den Fragen von inside-channels.ch. Ralf Klenk beharrt im Interview darauf, dass es bei der Neustrukturierung des grössten Schweizer VARs nicht um Sparmassnahmen gehe. Klenk: "Die neue organisatorische Aufstellung hat nichts mit Kosteneffekten zu tun." Mit der kompletten Neustrukturierung des Bechtle-Auftritts in der Schweiz soll kein Stellenabbau verbunden sein, betonen Klenk und Willenegger unisono
Mit der Integration der verschiedenen Delec-, CDC- und Gate-Geschäftsstellen in die Bechtle IT-Systemhäuser tritt auch die Gründergeneration ab. Wie Gerhard Schick im Gespräch betont, "auf eigenen Wunsch und wie geplant". Gate-Gründer Gilbert Pfeiffer und der ehemalige CDC-Chef Philipp Hänni werden Bechtle per Ende Jahr verlassen, Delec-Mann Hanspeter Stucki tritt bereits im Herbst ab. Der Weggang der ehemaligen Firmenchefs war absehbar und ist logisch: Es gibt ihre Jobs nicht mehr, denn bei Bechtle wird jede Geschäftsstelle lokal geführt. Einzige gewisse zentrale Funktionen (Finanzen, IT, Logistik) werden zentralisiert. Auch finanzielle Zwänge dürften die genannten, die ihre Firmen an Bechtle verkauften, nicht mehr wirklich verspüren.
Zentrale Logistik in Rotkreuz
Der nun erfolgte, für Bechtle-Verhältnisse radikale Schritt, wird die Marke 'Bechtle' in der Schweiz massiv stärken. Noch wichtiger dürfte aber der Aufbau einer zentralen, äusserst rationellen Logistik in Hünenberg sein.
Hier finden Sie unser Gespräch mit Ralf Klenk, Gerhard Schick und Thomas Willenegger.

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