ce Consumer Electronic in Schieflage

7. Oktober 2005 um 12:18
  • international
  • krise
image

Der deutsche Chip- und IT-Komponenten-Broker ce Consumer Electronics musste eine ausserordentliche Aktionärsversammlung einberufen, um über die Zukunft des Unternehmens zu beraten.

Der deutsche Chip- und IT-Komponenten-Broker ce Consumer Electronics musste eine ausserordentliche Aktionärsversammlung einberufen, um über die Zukunft des Unternehmens zu beraten. Das Münchner Unternehmen, das auch in der Schweiz eine Niederlassung unterhält (ce Schweiz in Regensdorf) ist durch seine kriselndes US-Tochter SND Electronics in Schieflage gebracht worden.
SND war vor rund fünf Jahren durch ce übernommen worden. Nun wird SND geschlossen und die Restbestände werden verkauft. Ein "tragfähiges und finanzierbares Geschäftsmodell" von SND für die Zukunft bestehe innerhalb Konzerns nicht mehr, erklärt dazu die Unternehmensleitung.
Dadurch muss ce allerdings viel Geld abschreiben. Für das erste Halbjahr 2005 müssen die Münchner 21 Millionen Euro Verlust verbuchen. Ein Teil der Abschreiber betraf offensichtlich auch das Grundkapital. Dieses sei nun zu mehr als der Hälfte aufgebraucht, meldet ce, und betrage noch 1,3 Millionen Euro. An der ausserordentlichen Hauptversammlung, deren Termin noch nicht veröffentlicht wurde, sollen die Aktionäre nun "über die künftige Ausrichtung und Strategie" der ce Consumer Electronic AG unterrichtet werden. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Fujitsu beendet sein Client-Geschäft

Der japanische IT-Konzern will den Fokus auf Datacenter-Technologien und sein Plattform-Angebot setzen.

publiziert am 3.8.2023
image

Ein Roboter schwitzt für die Wissenschaft

"Andi" soll Erkenntnisse liefern, um Menschen besser vor der Hitze zu schützen. Er spaziert dafür durch die US-Stadt Phoenix.

publiziert am 31.7.2023
image

IT-Panne: Keine Schweizer Visa-Termine in mehreren Ländern

Die Schweiz hat die Visumsbearbeitung an TLScontact ausgelagert. Die Firma konnte mehrere Tage keine Daten an Schweizer Server senden. Betroffen waren laut EDA Grossbritannien, Russland, Kosovo und die Türkei.

publiziert am 28.7.2023
image

Der Flächenbrand ungepatchte Schwachstellen

Ungepatchte Lücken sind eine riesiges Cyberrisiko. Führende Security- und Netzwerk-Unternehmen wollen dem mit einer Allianz entgegenwirken.

publiziert am 28.7.2023