CeBIT Tag 1 - Magirus liebt die Schweiz

9. März 2006, 16:30
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In Hannover auf den Spuren von SAP, Avaya und Magirus.

In Hannover auf den Spuren von SAP, Avaya und Magirus.
Die 20ste CeBIT öffnete heute ihre Pforten für das Fachpublikum und jeden, der irgendwie andeuten konnte, dass er solches wäre. Wie das allerdings einem Deutschen Gefreiten der Marine in Ausgehuniform gelang, wird auf ewig ein Geheimnis bleiben. Aber vielleicht war es der ruhige Beginn, der den Veranstalter veranlasste auch solch eher exotische Gäste einzulassen. Erst am Nachmittag entwickelte sich in den Hallen eine gewisse Geschäftigkeit.
Das komplette Gegenteil war dagegen einmal mehr die Situation für die Presse. Redaktoren und Journalisten hatten die Wahl aus 65 offiziellen und einer nicht minder großen Zahl von Firmenevents. Entsprechend subjektiv ist die hier getroffen Auswahl.
SAP mit proaktiver Wartung
SAP eröffnete den Tag mit seiner kurz bis mittelfristigen Prognose für die IT-Anforderungen des Mittelstandes. So sieht man in Walldorf eine immer stärkere Anpassung der Grundanforderungen dieser Betriebe an die Anforderungsprofile international operierender Unternehmen So würde zum einen Near Shoring, also die Verlagerung von Kapazitäten nach Osteuropa, ähnlich inhomogene IT-Landschaften erzeugen, wie sie auch bei internationalen Netzwerken zu beobachten seien. Zum anderen würde der Druck bezüglich Schnittstellen und Datenaustausch von Konzernen auf ihre Zulieferer immer stärker wachsen, so dass diese gezwungen wären, sich den Systemen ihrer Kunden anzupassen.
In diesen Umgebungen will SAP mit proaktiver Wartung dazu beitragen, die Kosten der Systempflege zu senken und Ausfallzeiten zu vermeiden. Der Solution Manager soll als integriertes, permanent aktives Analysetool, selbständig den Support bei SAP über drohende oder schon aufgetretene Problem informieren.
Avaya an der WM
Reichlich Probleme, wenn man sich die nun einmal selber ausgesucht hat, hofft man bei Avaya inzwischen im Griff zu haben. Um die eigene Leitungsfähigkeit zu demonstrieren, hat der Marktführer bei Business Communication und IP-Telefonie, zusammen mit der Deutschen Telekom die Planung, Realisierung und Durchführung der gesamten Kommunikation rund um die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft übernommen. Modulare und transportable Lösungen sollen helfen Zuschauer, Journalisten, Mannschaften und die FIFA permanent und live über alle Vorkommnisse zu informieren. Dabei legte man besonderen Wert auf Skalierbarkeit, um flexibel auf die nicht vorhersagbaren Anforderungen der Endrundenspiele zu reagieren. Als Ergebnis will Avaya Unternehmen in immer stärkeren Maße eine Verschmelzung von Voice und Business Informationen bieten. Das klassische Telefon soll einem Mobilen Datenzugriffscenter weichen, mit dem man auch telefonieren kann.
Magirus liebt die Schweiz
Aus dem Angebot weichen müssen bei Magirus lediglich Produkte die zu Massenprodukten werden. Der Value Added Distributor bleibt auch in Zukunft seinem Konzept treu, wenn es auch Verschiebungen im Portfolio geben wird. In einem Gespräch mit inside-it.ch sagte Axel Feldhoff, Executive Vice President und Mitglied des Vorstandes bei Magirus, dass man dem erfolgreichen Konzept treu bleibe, in Zukunft sich aber verstärkt auf den Bereich Software konzentrieren würde, da diese das Potential für Gesamtlösungsmöglichkeiten inklusive anschließendem Service böte. Zudem outete er Magirus als echten Fan der Schweiz und des Schweizer IT-Marktes. Wörtlich sagte er: "Für Magirus ist die Schweiz der Markt überhaupt." Grund für diese positive Einstellung ist nicht nur, dass schon die erste Auslandsniederlassung von Magirus in der Schweiz gegründet wurde, sondern vor allem die Bereitwilligkeit Schweizer Unternehmen, neue Technologien früher als die Mitglieder anderer Märkte zu akzeptieren und zu implementieren. Auch vor den Schweizer Mitbewerbern, heißen sie nun Tech Data oder Also, hat man durchaus Respekt, wenn man bei letzterem auch befürchtet, dass die enge Bindung an Intel-basierende Produkte und die damit verbundenen geringeren Margen einen nicht zu vernachlässigen wirtschaftlichen Druck erzeugt.
Um die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Schweizer Partnern weiter auszubauen plant Magirus für 2006 informative Roadshows und entsprechende Schulungsangebote vor allem rund um das Thema Servervirtualisierung. (Thomas Mironiuk)
(Bild: SAP-Podium an der CeBIT)

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