CeBIT Tag 2 – "HP stellt 1U-Server senkrecht und nennt das Blade-Server"

10. März 2006, 17:45
  • rechenzentrum
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Ein CeBIT-Besuch bei IBMs Blade-Server-Abteilung.

Ein CeBIT-Besuch bei IBMs Blade-Server-Abteilung.
Heute war ein guter Tag für die CeBIT. Nicht nur, dass nach dem Anfänglichen Schneegestöber beinahen Frühlingshafte Temperaturen und eine trockene Wetterlage den Hallenwechsel für die Teilnehmer erträglich machte, auch die Besucherzahlen erreichten erstmals den ganzen Tag vernünftige Größenordnungen.
Gestern haben wir uns mit SAP, Avaya und Magirus beschäftigt. Heute nun ein kurzer Ausflug in den Blade-Server Markt, wie ihn IBM sieht – und einigen spitzen Bemerkungen gegen HP.
BladeCenter im Einkaufzentrum
Blades, so fand Doug Balog, IMBs Vice President für die BladeCenter Business Unit in einer Pressekeonferenz, befinden sich in einem Verdrängungswettbewerb mit konventionellen Rack-Lösungen, besondere den 1U-Servern. Nicht nur bei den Anschaffungs- sondern insbesondere bei den Unterhaltkosten für Kühlung und Energieverbrauch, spielen seiner Meinung nach aber Blade-Lösungen die Investitionskosen schnell wieder ein.
Damit, so Balog, könnten sie also auch als Videoüberwachungsserver im Kaufhaus ihren Dienst tun. Zumindest wenn man IBM und nicht HP-Blades verwenden würde, denn „die haben ja lediglich 1U-Server hochkannt gestellt“. Zumindest was den Energieverbrauch angehe.
Da passt es gut, dass IBM ein Blade mit einem Ultra-Low Power Xeon vorstellen konnte, der Energiesparfunktionen aus Intels Mobile-Prozessoren enthält und die Energiebilanz noch weiter zu Gunsten von IBMs Blades verbessern soll.
Verbessern soll sich bis zum Jahresende auch die Situation für alle Programmierer, die an CellBlade-Applikationen arbeiten. Bis dahin will man bei IBM Entwicklertools für die neueste Prozessorklasse bereitstellen. Es wurde aber auch deutlich, dass der Cell-Blade, den IBM auf der CeBIT in einer Live-Demo zeigt, auf ein sehr spezielles Anforderungsprofil zugeschnitten ist und sicherlich nicht zum Mainstream-Server wird. Rechenintensive Anwendungen mit Echtzeit-Grafikausgabe, wie bei der Betrachtung von Tomographie-Daten in der Medizin, sind sein Metier, was nicht zuletzt die fest integrieren Speicherchips auf der Platine unterstreichen. (Thomas Mironiuk)
(Bild: Ein 3-D-Bild, dass ein Cell-Blade in Echtzeit berechnet und animiert hat.)

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