CEO Höinghaus verlässt Trivadis

9. August 2017, 11:52
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Knatsch bei Trivadis - Höinghaus geht per sofort. VR-Präsident Urban Lankes übernimmt die Leitung interimistisch.

Knatsch bei Trivadis – CEO Christoph Höinghaus geht per sofort. VR-Präsident und Mitgründer Urban Lankes übernimmt die Leitung interimistisch.
In einer sehr knapp gehaltenen Mitteilung, informiert man bei Trivadis, dass Christoph Höinghaus "per sofort" das Unternehmen verlässt. Der Diplom-Betriebswirt mit MBA war 2011 als CFO das Unternehmen. Er verlasse Trivadis "auf eigenen Wunsch nach entsprechenden Gesprächen über die zukünftige Ausrichtung", heisst es nun.
Auf Anfrage von inside-it.ch teilt die vom Mitgründer, Hauptaktionär und jetzigen Verwaltungsratspräsidenten Urban Lankes mit der Kommunikation beauftragte Agentur lediglich mit, dass Uneinigkeit über die künftige strategische Ausrichtung von Trivadis zum Abgang geführt habe. So ist derzeit unklar, welcher Konflikt zur Entlassung geführt hat. Zu der Frage, ob es sich um die im April gestartete Ablösung der starren Strukturen einer von Managern geführten Top-down-Organisation gehe, gab es ausser den Verweis auf die Pressemitteilung keinen Antwort.
Der gebürtige, 50-jährige Deutsche habe laut Mitteilung während seiner Amtszeit massgeblich den Ausbau der Trivadis Services mitgeprägt und die strategische Ausrichtung der Trivadis vorangetrieben. Das ist ihm nun also zum Stolperstein geworden. Lankes lässt sich allerdings mit dem Lob zitieren, Höinghaus habe "sich mit enormem Engagement für unser Unternehmen eingesetzt". Er dankt ihm sehr dafür und wünscht ihm beruflich und privat alles Gute.
Fragen lässt sich auch, ob mit Sebastian Bloch, der erst Ende letzten Jahres vom IT-Dienstleister Innobit als Head of Sales zu Trivadis wechselte, bereits der neue CEO angeheuert wurde. Immerhin bringt Bloch Chef-Erfahrung mit, hatte er doch seit Anfang 2014 bei dem allerdings kleineren Basler Microsoft-Partner die operative Leitung inne.
Klar ist hingegen, dass vorerst Lankes wieder selbst als Interims-CEO amtet und damit wieder den Posten übernimmt, den er bis Ende 2012 schon 17 Jahre inne hatte. (vri)

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